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5. Februar 2010, 13:59 Uhr
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Umfragen

Unzufriedenheit mit Bundesregierung nimmt zu

In allen grösseren Umfragen fällt die schwarz-gelbe Bundesregierung derzeit durch. Seit hundert Tagen erst besteht die neue Regierungskoalition von CDU, CSU und FDP, doch eine Mehrheit der Deutschen ist unzufrieden mit ihr. Selbst das Prestigeamt des Aussenministers zieht nicht mehr.
Unzufriedenheit mit Bundesregierung nimmt zu
Unzufriedenheit mit Bundesregierung nimmt zu
Quelle: ddp / Nigel Treblin
Der Nachrichtensender N24 veröffentlichte seine in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage, wonach 65 Prozent der Befragten unzufrieden mit der Bundesregierung sind, 27 Prozent sind zufrieden. Die Grosse Koalition von 2006 zwischen SPD und CDU hatte den Deutschen besser gefallen, sie erhielt nach hundert Tagen 55 Prozent Zustimmung. Selbst die Koalition von SPD und Grünen im Jahr 1999 fanden die Wähler mit 38 Prozent deutlich besser.

Unzufriedenheit besonders mit der FDP

Die allgemeine Arbeit der Freien Liberalen wird kritisch, und im Besonderen die Arbeit der FDP-Minister wird besonders negativ bewertet. Mit Aussenminister Guido Westerwelle, der ein Amt bekleidet, welches eigentlich immer mit einem Bonus behaftet ist, sind nur 47 Prozent der Befragten zufrieden. Wirtschaftsminister Brüderle und Gesundheitsminister Rösler erhalten 45 und 40 Prozent der Zustimmung.

Ihre CDU/CSU-Kollegen erhalten bessere Noten. Die Bundeskanzlerin erreicht mit 64 Prozent aber einen deutlich schlechteren Wert als Verteidigungsminister Guttenberg mit 73 Prozent auf der Beliebtheitsskala.

Wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre...

Im ARD-Deutschlandtrend zeigte die Umfrage ein schlechtes Bild der Regierungskoalition - die nicht mehr bestehen könnte, wäre an diesem Sonntag Bundestagswahl. Schwarz-Gelb würde demnach auf 44 Prozent kommen, SPD, Linke und Grüne kämen zusammen auf 52 Prozent. Besonders die Grünen verbessern sich wieder, sie erhalten drei Punkte mehr und erreichen 15 Prozent.

Die FDP könnte nur noch acht Prozent der Wähler für sich gewinnen, was einen Verlust von drei Punkten innerhalb eines Monats bedeutet. (hkn / dpa)
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