Die Rohstoffvorkommen des arktischen Meeres sind riesig. Die Begehrlichkeiten der Anrainerstaaten sind immens. Gleichwohl ist die Förderung der Rohstoffvorkommen aufwendig, gefährlich und teuer. Doch die weltweit steigende Nachfrage an Energie treibt die Wissenschaft und Investoren voran. Allen voran die USA und Russland streben nach der Inanspruchnahme der Arktis-Schätze.
Vor wenigen Wochen strahlte das russische Staatsfernsehen Bilder vom Grund des arktischen Meeres aus. Besitzergreifend wurde ein Roboterarm eines Mini-U-Bootes gezeigt, der eine kleine russische Flagge auf dem Grund der Tiefsse verankerte. Heute sandte die US-Marine ein Forschungsfisch in Richtung Arktis. Es brach von der unbewohnten Aleuten-Insel Rootok zum Kanada-Becken (Canada Basin) auf. In Kooperation mit einen kanadischen Forschertream, wollen die USA per Echolot und seismischen Reflektionen Messdaten sammeln, die es ermöglichen sollen den Grund der Arktis zu Karteografieren. Die Daten sind für die Grenzbestimmung von immenser Bedeutung.
Anspruch auf 200 Seemeilen arktischer Tiefsee
Den internationalen Seerechtskonvention der Vereinten Nationen zufolge, hat jedes Küstenland Anspruch auf das Gebiet, das sich bis zu 200 Seemeilen (370 Kilometer) vor seiner Kontinentalplatte ausdehnt. Die Vermessung dient demnach der Ansprucherhebung auf ein bestimmtes Fördergebiet, in dem wertvolle Mineralien und Rohöl abgebaut werden können.
Parallel zur Forschungsmission der US-Marine entsendet die kanadische Regierung auch ein eigenes Forschungsschiff. Diese werde von Nunavut im hohen Norden des Landes aus starten, sagte die Geologin Deborah Hutchinson vom U.S. Geological Survey, dem Amt für Bodenforschung in Reston (US-Bundesstaat Virginia), der Nachrichtenagentur dpa in New York. (bpc / dpa)


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