
Proteste werden nun auch aus anderen arabischen Staaten gemeldet.
Quelle: dapd/AP
Im Jemen kam es derweil zu Massenprotesten, bei denen sich die Demonstranten mit ihren "arabischen Brüdern" in Tunesien solidarisierten. In Jordanien demonstrierten Tausende Bürger gegen Inflation und Arbeitslosigkeit. Die Enttäuschung, besonders unter den Jungen, ist riesig - es kommt zu ersten Zusammenstößen mit Sicherheitskräften.
Autoritäre Regime müssen Widerstand fürchten
Die herrschenden Eliten vieler arabischer Staaten sehen sich nun einer Gefahr gegenüber, die zu einer ernsten Bedrohung für sie werden könnte. Das positive Beispiel der tunesischen Revolution hat die Oppositionen in weiteren arabischen Staaten Mut schöpfen lassen. Eine Ausweitung der Proteste wird angenommen.
Ob die Massen mit ihren Forderungen Erfolg haben werden, ob weitere Regierungen stürzen - oder ob die Regime die Proteste mithilfe von Polizei und Geheimdiensten gewaltsam unterdrücken können, bleibt jedoch zunächst abzuwarten. Das Potential der einzelnen Bewegungen hängt von den individuellen, teils hochkomplexen politischen Situationen in den arabischen Länder ab. (phs)

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