Die beiden Journalisten des französischen Fernsehsenders France 3 wurden am 30. Dezember 2009 mit drei afghanischen Begleitern in der Provinz Kapisa, nördlich von Kabul entführt. Zu der Tat bekannten sich sehr schnell die islamistischen Taliban-Rebellen. Beide Männer berichteten von einer relativ guten Behandlung durch ihre Kidnapper. "Wir sind niemals mit dem Tod bedroht worden, niemals geschlagen worden, niemals angekettet worden", sagte der 48-Jährige Ghesquière.
In den Bergen lebt man wie im Mittelalter
Die Hygiene und das Essen seien schlecht gewesen, doch das lag eindeutig an den Gegebenheiten der afghanischen Bergwelt meinte Ghesquière. "Man lebt dort wie im Mittelalter." Die größte Belastung für die beiden war eine 8-monatige Trennung. Die Männer wurden an unterschiedlichen Orten gefangen gehalten. Über die Einsamkeit in dieser Zeit half laut Taponier ein von Geiselnehmern bereit gestellter Kurzwellenempfänger. "Ich habe fünf, sechs, sieben Stunden am Tag Radio gehört."
Spekulation um Freilassung
Die beiden 48-Jährigen wurden bei ihrer Rückkehr auf einem Militärflughafen bei Paris von Präsident Nicolas Sarkozy und seiner Frau Carla empfangen. Die französische Presse spekuliert derweil über Lösegeldzahlungen. Man ist sich sicher das ein Preis bezahlt werden musste, politisch, finanziell oder militärisch. Die beiden Journalisten wurden nur wenige Tage nach Frankreichs Ankündigung freigelassen, mit dem Abzug aus Afghanistan zu beginnen. Taponier und Ghesquière war das sicher egal, als sie sagten: "Wir sind sehr, sehr glücklich".
(jak / dpa)

Keine Kommentare
Drucken
Versenden

zum Bildarchiv


mehr Schlagzeilen
Kommentar schreiben