Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" begrüsste Verbandschef Ulrich Kirsch zwar generell den Ansatz, das Gespräch mit den Taliban zu suchen, die Erfolgsaussichten schätzt er allerdings weniger optmistisch ein. "Wenn allerdings solch klare Absagen kommen, wie wir das in den letzten Tagen aus Kreisen der Taliban erlebt haben, dann sehe ich grösste Schwierigkeiten" sagte Kirsch der Zeitung.
Kirsch: Organisation des Aussteigerprogrammes problematisch
Schon die praktische Durchführung des mit 50 Millionen Euro ausgestatteten Programms hält Kirsch aufgrund der Organisationsstruktur der Taliban für schwierig. "Es gibt schliesslich keinen Taliban-Vorsitzenden mit Vorzimmer und Referentenstab". Am aussichtsreichsten sei es, den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai stärker in die Pflicht zu nehmen. Zugleich warnte Kirsch vor einem internationalen Wettlauf um möglichst zeitnahe Abzugstermine.
(fgr / dpa)

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