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8. März 2011, 10:47 Uhr
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Tai Chi kann Schmerzen bei Rheuma lindern

Rheumapatienten können mit Tai Chi Gelenkschmerzen lindern. Des Weiteren teilte der Berufsverband Deutscher Rheumatologen mit, dass mit simplen Übungen die Beweglichkeit gefördert werden kann. Dies gilt für Patienten mit Rheumatoider Arthritis, Arthrose und Fibromyalgie.
Tai Chi kann Schmerzen bei Rheuma lindern
Tai Chi kann Schmerzen bei Rheuma lindern
Quelle: dapd/Thomas Lohnes
Tai Chi, das auch als chinesisches Schattenboxen bezeichnet wird, ist zudem abwechslungsreicher als die gängige Krankengymnastik. Da die Bewegungsabläufe beim Tai Chi sehr langsam sind, ist es auch für ältere Patienten bestens geeignet. Um aber einen bestmöglichen Erfolg zu erzielen, müssen die Übungen regelmäßig und als Begleitung zu einer medikamentösen Therapie durchgeführt werden.

Nach zehn Wochen Verbesserung der Beweglichkeit

Zu diesem Ergebnis kamen Forscher, die zuvor eine Metaanalyse durchgeführt haben, in deren Rahmen sie mehrere Studien verglichen haben, an denen insgesamt mehr als 200 Teilnehmer beteiligt waren. Die Forscher konnten belegen, dass Tai Chi nach einem zehnwöchigen Training die Beweglichkeit von Knie, Hüfte und Fußgelenk verbessert.

Die Probanden gaben zudem an, dass sie sich nach einem viermonatigen Training sichtlich besser fühlten. Zudem bewiesen zwei ältere Studien, dass sich das chinesische Schattenboxen nicht negativ auf Rheumabeschwerden auswirkt. Das heißt, dass zum Beispiel die Gelenke nicht anschwellen und Schmerzen verursachen. Daraus folgerten die Wissenschaftler, dass das fernöstliche Entspannungstraining für Rheumatiker ungefährlich sei und zu keiner Verschlimmerung der Symptome führt.

Schmerzen gehen zurück

Weiterhin klagte ein Drittel der Probanden über Schmerzen in der Schulter, im Knie oder im unteren Rückenbereich. Jedoch verschwanden diese nach einem dreiwöchigen Training.

Im Fall einer rheumatoider Arthritis werden die Gelenke vom körpereigenen Immunsystem angegriffen. In der Regel schwellen dabei die Hand- und Fußgelenke an, was zu unangenehmen Schmerzen führt. Anfänglich tun auch Bewegungen weh, aber nach einiger Zeit lässt der Schmerz nach. Wissenschaftler haben bis heute noch keine Erklärung für dieses Phänomen gefunden. Allerdings wird vermutet, dass die Bewegungen den Stoffwechsel in den Gelenken anregt und dadurch die Entzündungsstoffe abgebaut werden.

Kombination aus Atemtraining und Entspannung

Tai Chi ist eine Komination aus Entspannung und Atemübung, wobei langsame und fließende Bewegungen ausgeführt werden. Studien konnten belegen, dass das Entspannungstraining Stressabbau fördert und den Gleichgewichtssinn sowie die Muskulatur stärkt. (knp)
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