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Tagebuch schreiben gegen Wortfindungsstörungen

8. September 2017 • Familie & Freizeit

Düsseldorf – «Gibst du mir mal das…das…na sag‘ schon…?» – so ähnlich klingt es, wenn einem ein Wort partout nicht einfallen will. Viele ältere Menschen kennen das Phänomen.

Im Laufe der Zeit lässt die Gehirnleistung nach, erklärt Margit Ahrens vom Bundesverband Gedächtnistraining. Informationen wie Begriffe sind dann schwerer abrufbar.

Wer Wortfindungsstörungen hat, sollte viel lesen, rät die Gedächtnistrainerin, «am besten laut.» So kommen die Worte wieder an die Oberfläche. Anregende Gespräche mit Freunden und Bekannten haben einen ähnlichen Effekt.

Was auch hilft: Tagebuch schreiben. «Das tut vielen Menschen ohnehin gut. Sie schreiben zum Beispiel täglich eine Sache auf, die ihnen gefallen hat.» Das kann auch der Vogel sein, der am Morgen so schön vor dem Fenster gezwitschert hat. So richtet man den Blick gleich noch auf die positiven Seiten des Lebens.

Beide Gehirnhälften werden optimal trainiert, wenn jemand mit beiden Händen schreibt. «Ich empfehle zum Beispiel Gedichte abzuschreiben, erst mit rechts, dann mit links.» Wichtig ist Ahrens zufolge auch ausreichend Schlaf – und zwar möglichst ohne Schlafmittel. «Dann kann das Gehirn verarbeiten, was es tagsüber gelernt hat.»

Fotocredits: Oliver Berg
(dpa/tmn)

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