Der Kampf gegen die Krankheit gestaltet sich in Russland als sehr schwierig. Es gibt einen Mangel an Medikamenten und ein zu geringes Budget für Aufklärungsarbeit. "Die Regierung tut nichts", beklagt Alexander Sawizki, HIV-Patient, der sich vor zwölf Jahren an einer verschmutzen Nadel ansteckte. Nun hat sich der ehemals drogensüchtige Mann der Aufklärung verschrieben.
Die Menschen reagieren mit starken Alkoholkonsum
Für die Gesamtrussische Vereinigung HIV-Infizierter geht für Sawizki auf Aufklärungsreisen. Er versucht vor allem Leuten auf dem Land zu erklären, wie man eine Ansteckung vermeidet und im Falle einer Infizierung damit umgeht. Sawizki spricht auch über die Tabuisierung des Themas in Russland. Die Betroffenen glauben, dass sie ihre Probleme ersaufen könnten, sagt der engagierte Mann. Zwar habe jeder Erkrankte ein Recht auf eine medizinische Versorgung, "doch bei Zehntausenden Infizierten komme keine Hilfe an", spricht Sawizki ein weiteres großes Problem an.
Die Regierung löst Proteste auf
Demonstrationen gegen die Tabuisierung des Themas, für aktive Aufklärungsarbeit und vor allem für eine bessere medizinische Versorgung werden von der Polizei aufgelöst. Vor einem Jahr wurden am Weltaidstag mehrere Protestierende festgenommen, wie die Nachrichtenseite Welt Online berichtet. Sie versammelten sich vor dem Moskauer Regierungsgebäude. Für den 1. Dezember sind wieder Proteste angekündigt. 34 Millionen Menschen leben weltweit mit der Krankheit.
(nas)

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