Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, unterrichtete den UN-Sicherheitsrat über die Gewalt der Regierung von Präsident Baschar al-Assad gegen die eigene Bevölkerung. Zu den Toten gehören demnach auch mehr als 300 Kinder. Zudem sei eine "gewaltige Anzahl" von Syrern sei in Lagern interniert. Dort werde gefoltert und vergewaltigt.
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Pillay sagte vor Journalisten in New York, dass sie glaube, dass in Syrien Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen werden. Deshalb habe sie dem Sicherheitsrat empfohlen, den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag anzurufen. Nach ihrer Schätzung sind in Syrien mehr als 5.000 Zivilisten getötet worden.
Assad weist Verantortung von sich
Zuletzt hatte Syriens Machthaber Mahmut Assad in einem Interview mit einem US-Fernsehsender jegliche Verantwortung für die Zustände in seinem Land von sich gewiesen und belustigt auf Fragen nach Schießbefehlen und Menschenrechtsverletzungen reagiert. Auf die Frage der ABC-Reporterin, ob er sich schuldig fühle, antwortete Assad: "Wie kann man sich schuldig fühlen, wenn man sein Bestes tut?"
Opposition befürchtet Massaker
Da Syriens Regime das Vorfgehen gegen Regimegegner verschärft, befürchtet die Opposition ein Massaker in der Protesthochburg Homs. Nach Berichten des arabischen Nachrichtensenders Al-Arabija ist Homs von rund 10.000 Soldaten umstellt.
(fhe / dpa)

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