Insgesamt drei Sprengsätze detonierten nach Angaben der Staatsmedien und Regimegegner in Damaskus und Banias. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einer "unannehmbaren" Lage. "Beobachter berichten von schweren Waffen, militärischer Ausrüstung und Militärpersonal in bewohnten Gebieten. Das steht in klarem Widerspruch zu dem, was uns die syrische Regierung versichert", sagte er in Neu-Delhi. Oberste Priorität der UN hat auch weiterhin die Entsendung weiterer Beobachter, um für eine Entspannung der Lage vor Ort zu sorgen. "Doch zuerst müssen sie die Gewalt einstellen, damit humanitäre Hilfe möglich wird."
Nato erwägt keine Intervention
Trotz der anhaltenden Gewalt in Syrien plant die Nato nicht in den Konflikt einzugreifen. "Ich verurteile massiv die Unterdrückung der Zivilbevölkerung in Syrien", sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Dennoch habe das Bündnis "nicht die Absicht, in Syrien zu intervenieren."
Zum schwerste Sprengstoffanschlag kam es in dem Damaszener Viertel Al-Midan, bei dem nach Angaben von Krankenhausärzten zehn Menschen ums Leben kamen. Staatlichen Medien zufolge habe sich ein Attentäter zur Mittagszeit nahe einer Moschee im al-Midan-Vietel in die Luft gesprengt.
Proteste gegen Machthaber Assad ungebrochen
Am Freitag gingen erneut tausende Assad-Gegner auf die Straße. Die Demonstration stand unter dem Motto einer Koran-Sure. Die sinngemäße Übersetzung lautet: "Gottes Wille wird geschehen, deshalb versuche nicht, es zu beschleunigen."
Die Vorbereitungen für die Parlamentswahl am 7. Mai gehen trotz der anhaltenden Gewalt und Proteste unbeeindruckt weiter. Wie die Nachrichtenagentur Sana mitteilt,e hätten sich 7.195 Kandidaten registrieren lassen. (gth / dpa)

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