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13. Februar 2011, 12:00 Uhr
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SV Werder Bremen - Hannover 96: Aufstellung und Ausblick

Verkehrte Derby-Welt im Norden. Zum Abschluss des 22. Spieltags reist das Spitzenteam Hannover 96 zum vermeintlichen Underdog Werder Bremen.
In den vergangenen Jahren standen die Vorzeichen stets umgekehrt: Während sich die Bremer regelmäßig im Spitzenfeld befanden, kämpften die Hannoveraner in der Regel um einen Platz im Bereich der Tabellenhälfte. Unter der Ägide von Trainer Mirko Slomka ist jedoch ein eindeutiger Aufwärtstrend zu verspüren.

Gute Stimmung bei 96

Da verwundert es wenig, dass die Stimmung bei den Niedersachsen selbst während der Trainingseinheiten hervorragend ist.  "Kein Wunder", sagte Karim Haggui und verwies auf den vierten Platz in der Tabelle. Nicht zuletzt auf Grund der positiven Entwicklung steht der Innenverteidiger unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung. "Ich bin bereit, zu verlängern. Ich spüre, wie wir Woche für Woche besser werden".

Werder ein harter Brocken

Trotz der sehr guten Atmosphäre verfällt Mirko Slomka nicht in Euphorie und schätzt die Ausgangslage im Vorfeld der Partie betont sachlich ein. "Es wird wieder ein harter Brocken", ist sich Slomka der eigentlich vorhandenen Bremer Qualität bewusst.  Als angedachtes Erfolgsrezept offenbarte der Trainer das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff. "Wir werden unser Augenmerk auf Konter legen. Entscheidend wird sein: Wenn wir eine Gelegenheit haben, müssen wir sie eiskalt verwerten".

Mit Ya Konan - ohne Abdellaoue

Verzichten muss Slomka auf Mohammed Abdellaoue. Der Stürmer fällt auf Grund einer Virusinfektion aus. Umso erfreulicher ist die rechtzeitige Genesung des Top-Torjägers Didier Ya Konan. Dessen Einsatz stand lange Zeit auf der Kippe, nachdem er beim Länderspiel am vergangenen Mittwoch von seinem Gegenspieler rüde attackiert wurde. Zwischenzeitlich wurde eine Bänderverletzung am jüngst operierten Knie befürchtet. Und obwohl es laut Mirko Slomka "schlimm aussah", stellte sich die Verletzung "nur" als Bluterguss am rechten Schienbeinkopf aus.

Maulwurf-Alarm bei Werder

Von eitel Sonnenschein kann bei Werder Bremen bedingt die Rede sein. Der Relegationsplatz ist nur noch einen Punkt entfernt und zu allem Ärger hat die Mannschaft einen Maulwurf ausgemacht, der Mannschaftsinterna an die Medien weitergibt. Deshalb kam auch heraus, dass die Mannschaft vor dem Mainz-Spiel eigenmächtig einen Mentalcoach engagierte. Wobei Dribbel-Spezialist Marko Marin relativierte: "Dieser sogenannte 'Kopf-Trainer' sollte uns aufzeigen, wie wir noch besser miteinander umgehen. Die Aktion hat sich nicht gegen den Trainer gerichtet. Er war informiert, hat es unterstützt".

Gefundenes Fressen für die Kritiker

Und dennoch gab die Geschichte - berechtigt oder nicht - den Kritikern einen weiteren Anlass, den Trainer Thomas Schaaf in Frage zu stellen. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, die Mannschaft nicht mehr zu erreichen. Marin nimmt das Werder-Urgestein jedoch ausdrücklich in Schutz. "Er arbeitet so konzentriert wie letztes Jahr, hat seine Linie. Alles über den Haufen zu werfen - das wäre Schwachsinn". Und bezweifelt zugleich ein schnelles Ende der Ära Schaaf. "Nein, das glaube ich nicht. Ich halte das auch nicht für nötig".

Hoffnungsschimmer bei den Bremern

Neue Hoffnung soll der Punktgewinn in Mainz geben. Ein Zeichen setzte Bremens Lebensversicherung Claudio Pizarro. Der Last-Minute-Torschütze vom vorherigen Spieltag verzichtete auf eine Reise zum Länderspiel nach Peru, um für den Verein komplett da zu sein.

Aufstellung

Bremen: Mielitz - Schmidt, Mertesacker, Prödl, Silvestre - Frings - Fritz, Bargfrede - Hunt - Pizarro, Marin

Hannover: Zieler - Cherundolo, Haggui, Pogatetz, Schulz - Schmiedebach, Pinto - Stindl, Rausch - Ya Konan, Schlaudraff (sek)
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