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Studienplatzklage – wie funktioniert das Verfahren?

3. März 2014 • Karriere & Bildung

Immer häufiger hören Studienanfänger von der sogenannten Studienplatzklage, die angeblich die letzte Chance auf einen Studienplatz darstellen kann. Gerade in den medizinischen Studiengängen mit hohen NCs ist das Verfahren gängig, jedoch macht sich der immer größere Andrang von Studienanwärtern in den letzten Jahren auch in anderen Studiengängen bemerkbar.

Wie stehen die Chancen?

Was sind die Chancen einer Studienplatzklage und wie funktioniert das Verfahren überhaupt? Bei einer Studienplatzklage geht es vor allem darum festzustellen, ob eine Hochschule dazu in der Lage wäre, mehr Studienplätze auszuschreiben als sie es tut. In Deutschland sind Universitäten vom Gesetz dazu verpflichtet, so viele Studienplätze wie möglich anzubieten. Das heißt also so viele Plätze, wie es mit den zur Verfügung stehenden Mitteln möglich ist. Universitäten berechnen daher für jedes Bewerbungs-Semester die sogenannte Ausbildungskapazität. Von dieser Berechnung ist es abhängig, wie viele Bewerber einen Studienplatz bekommen können. Will man nun eine Studienplatzklage einreichen, so wendet man sich zunächst an eine Kanzlei, die auf das Verfahren spezialisiert ist. Eine solche Kanzlei kann zunächst ganz unverbindlich und realistisch zu den Chancen einer Klage beraten, da sie sich gut mit den unterschiedlichen Hochschulen und Verwaltungsgerichten auskennt. Entscheidet man sich nach dieser Beratung für die Klage, so übernimmt die Kanzlei alle weiteren Schritte und leitet das Verfahren beim zuständigen Verwaltungsgericht ein.

Wie läuft das Verfahren?

Bei diesem Verfahren werden nun die Berechnungen der Hochschule zur Ausbildungskapazität überprüft. Stellt sich dabei heraus, dass es der Universität tatsächlich möglich wäre, mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln doch noch mehr Studienplätze einzurichten, wird dies umgehend vom Gericht angeordnet. Die so entstandenen Plätze werden per Los oder mit anderen Verfahren vergeben und so hat man als Kläger auch nach einer Ablehnung noch eine Chance auf seinen Studienplatz. Die Studienplatzklage ist also in der Tat eine Möglichkeit, doch noch ins Traumstudium zu starten. Man sollte jedoch immer bedenken, dass das Verfahren an sich noch nicht den Erfolg garantiert. Eine eingehende Beratung bei einer Kanzlei ist das Wichtigste, denn sonst verliert man am Ende nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Pic.: Jan Becke – Fotolia

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