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13. November 2009, 13:48 Uhr
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Wikipedia

Streit um Artikel-Löschung eskaliert

Der seit Wochen entbrannte Streit um das Löschen von Artikeln in der freien Enzyklopädie Wikimedia droht zu eskalieren. Kritiker der scheinbar oder anscheinend willkürlichen Löschungen machen ihrem Protest auf ungewöhnlichem Weg Luft - mit Spenden.
Kleinstspenden, häufig kombiniert mit drastischen Kommentaren, bombardieren die Spendenliste des Vereins Wikimedia, der das Online-Lexikon fördert. Auf der Seite wikimediafoundation.org können Anhänger von Wikipedia Spenden in zahlreichen Währungen ein- und dazu einen Kommentar abgeben ("Haben Sie einen Gedanken, den Sie der Welt mitteilen möchten? Sie können bis zu 200 Zeichen eingeben").

Entbrannt war der Streit unter den Nutzern und den ehrenamtlichen Mitarbeitern, die die Artikel des Online-Lexikons unentgeltlich schreiben, vor rund sechs Wochen, als der Eintrag zum Verein MOGIS gelöscht wurde, weil er nicht die Relevanzkriterien erfülle und nicht näher nachweisbare Informationen enthalten, hiess es in der Begründung.

Löschvorgänge bilden einen Teil von Wikipedia

Pavel Richter, Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland, erläuterte, dass es Löschvorgänge bereits seit Bestehen des Online-Lexikons gegeben habe. Wenn ein Artikel im Verdacht stehe, die Relevanzkriterien, die über die Jahre definiert worden seien, nicht zu erfüllen, könnten sich alle Nutzer an der Diskussion beteiligen. Nach einer siebentägigen Phase, in der selbst nicht-angemeldete Wikipedia-Fans sich beteiligen könnten, werde die Entscheidung in Bezug auf die allgemeine Relevanz des Artikels in Abhängigkeit von der Qualität der angeführten Argumente getroffen. (sdf / dpa)
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Der seit Wochen entbrannte Streit um das Löschen von Artikeln in der freien Enzyklopädie Wikimedia droht zu eskalieren. Kritiker der scheinbar oder anscheinend willkürlichen Löschungen machen ihrem Protest auf ungewöhnlichem Weg Luft - mit Spenden.
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