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Spiegelreflexkameras

Spiegelreflexkameras haben sich auf dem Gebiet der Fotografie mittlerweile einen festen Platz erobert. Selbst Hobby-Fotografen nutzen die hochwertigen Kameras, um schöne Impressionen festzuhalten.
Das Prinzip, auf dem Spiegelreflexkameras basieren, ist bereits 320 Jahre alt: Johann Zahn erfand im Laufe seiner optischen Forschungen 1686 eine Art Prototyp der modernen Kamera. Das Licht, dass durch die Linse in die Kamera eindringt, trifft auf einen Schwingspiegel. Von dort wird es auf die sogenannte Einstellscheibe projiziert und durch die Reflexion im Pentaprisma kann das Bild dann im Sucher gesehen werden. Wird die Kamera ausgelöst, schwingt der Spiegel hoch, das Licht trifft jetzt auf den Film.

Spiegelreflexkamera von Leica
Spiegelreflexkamera von Leica
Quelle: ddp/ Henning Kaiser
Die sogenannte zweiäugige Spiegelreflexkamera, jahrelang beliebt bei Fotojournalisten, hat sich auf lange Sicht nicht durchsetzen können. Hier waren zwei Objektive übereinander arrangiert, wobei das Obere der Beiden für das Bild im Sucher zuständig war und das Untere den Film belichtete. Der Vorteil dieses Kameratyps lag in der gleichzeitigen Sicht im Sucher und der Aufnahme und darin, dass er kaum durch das Auslösen erschüttert wurde. Allerdings war das Tauschen der Objektive mit hohen Kosten verbunden und dadurch, dass Sucher und Film mit zwei verschiedenen Objektiven verbunden waren kam es zu Parallaxefehlern, also einem Größen- und Perspektivunterschied zwischen dem, was die Kamera aufnimmt und was der Fotograf sieht.

Dieser Kostenfaktor und der Parallaxeausgleich hat der einäugigen Spiegelreflexkamera zu ihrem Siegeszug verholfen. Der größte Vorteil einer solchen Single Lens Reflex (SLR) liegt im einfachen Austauschen verschiedener Objektive, die dazu noch recht kostengünstig sind. Sie sind die gängigsten Modelle und weit verbreitet, jedenfalls waren sie es bis zum Advent der Digitalkamera.

Spiegelreflextechnik gibt es allerdings auch in Digitalkameras, die aber im Vergleich den kleineren Kompaktkameras sehr teuer sind. Dadurch werden sie zurzeit noch vor allem von Profifotografen eingesetzt. Seit einigen Jahren gibt es auch digitale Spiegelreflexkameras, die mit einem Vorschaumonitor ausgestattet sind, der jedoch lediglich als zusätzliche Hilfe dient, da bereits das Sucherbild mit dem Endergebnis identisch ist und somit völlig parallaxefehlerfrei fotografiert werden kann. (riw)
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