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Einlagensicherung: Wie sicher sind Tagesgeldkonto und Festgeldkonten

Bei Banken und in der Presse heisst es, dass Tagesgeldkonten wegen der Einlagensicherung eine extrem sichere Geldanlage-Form wären. Stimmt das wirklich (immer)? Welche Unterschiede gibt es in der Einlagensicherung und welche Gefahren bestehen dadurch?
Einlagensicherung: Wie sicher sind Tagesgeldkonto und Festgeldkonten.
Einlagensicherung: Wie sicher sind Tagesgeldkonto und Festgeldkonten.
Quelle: dapd/Michael Gottschalk/ddp
Geld will sicher angelegt werden. Das Tagesgeldkonto wird zwar als eine sichere Anlage betitelt,  es gibt allerdings bestimmte Umstände, unter denen das Geld nicht komplett sicher ist. Eine Prüfung der Einlagensicherungsmethoden der jeweiligen Banken hilft weiter.

Europäische und deutsche, gesetzliche Regelungen zur Einlagensicherung

Bis zu einer Summe von 50.000 Euro ist eingelegtes Geld in der Regel auf deutschen Tages- und Festgeldkonten zu 100 Prozent über die Banken selbst gesetzlich unabdingbar versichert (im Juli 2009 beschlossen). Wer eine geringere Geldmenge auf dem Konto hat, braucht sich also sowieso keine Sorgen machen. Wer mehr Einlagen auf dem Konto hat, würde, wenn die entsprechende Bank pleite geht, über die gesetzlichen Einlagensicherung nur einen Wert von 50.000 Euro zurück erhalten.

Freiwillige Einlagensicherung seitens der Banken

Da auch die meisten Banken ihren Kunden ermöglichen wollen, ihr Geld sicher anzulegen, helfen sie häufig dieser gesetzlichen Versicherung mit zusätzlichen und freiwilligen Methoden nach.

Daher haben sich die unterschiedlichen Kreditinstitute, Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die privatwirtschaftlich laufen, zusammengeschlossen und bieten folgende Umfänge und Grenzen der Einlagensicherung: Der Bundesverband deutscher Banken gewährt 100 Prozent Schutz bis zu einem Betrag, der 30 Prozent des Eigenkapitals der Banken vom vorherigen Jahr nicht übersteigt (beispielsweise bei dem Mindestwert der deutschen Banken von fünf Millionen Euro Eigenkapital wären das 1,5 Millionen Euro für jeden einzelner Kunde).  Die Bundesverbände der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, der öffentlichen Banken und der Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe bieten sogar eine unbegrenzte Einlagensicherung bei 100 Prozent Schutz. Auch die Sicherungseinrichtung der privaten Bausparkassen versichert bis zu einem Wert von 250.000 Euro 100 Prozent.Die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen übernimmt bis zu einem Wert von 20.000 Euro 90 Prozent Garantie für das das eingelegte Geld.

Die gleichzeitige Absicherung mit beiden Methoden (der gesetzlich vorgeschriebenen sowie der freiwilligen) macht damit das Fest- oder Tagesgeldkonto bei den meisten Banken erst zu einer extrem sicheren Geldanlage-Form. Ausserdem gibt es einen extra Zusammenschluss der  Raiffeisenbanken, Volksbanken und Sparkassen, die gegenseitig bei möglichen Problemen füreinander einstehen, und damit die Wahrscheinlichkeit einer Bankpleite an sich schon niedrig halten.

Tipps für die Einlagensicherung des Einzelnen

Vor dem Anlegen des eigenen Geldes in ein Tages- oder Festgeldkonto, sollte überprüft werden, ob die entsprechende Bank ein Mitglied in einem Einlagensicherungsfond ist, weil dadurch das Geld in jedem Fall, einschliesslich der erwirtschafteten Zinserträge, komplett abgesichert ist.

Dies gilt zum Beispiel für die Banken 1822direkt, Volkswagenbank, Comdirect Bank, DAB Bank, ING-DiBa und die Mercedes Benz Bank. Ausländische Banken verfügen häufig nur über mangelnde Einlagensicherung. Hier ist also Vorsicht geboten. (NCA)
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