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| Depressionen: Symptome, Ursachen und Therapie. | ||
| Quelle: dapd/ Jens-Ulrich Koch |
Das Hauptsymptom dieser psychischen Krankheit ist die Beeinträchtigung der Stimmung: Dies äussert sich in Gefühlslehre, ständiger Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und/oder im Verlust des Interesses an der Umwelt. Zu weiteren relevanten Symptomen gehören häufige Angst, Reizbarkeit, Selbstmordgedanken, Schlafschwierigkeiten, Appetitveränderungen, Minderwertigkeits- und Schuldgefühle, Isolation von anderen, Motivationsprobleme, Denkblockade oder dauerndes Grübeln und Sorgen sowie verminderte Fähigkeiten sich zu konzentrieren und zu entscheiden.
Nicht alle dieser Symptome müssen vorliegen, um an einer Depression erkrankt zu sein.
Test: Habe ich eine Depression?
Von dieser psychischen Störung spricht man, wenn mehr als eine bestimmte Anzahl der Symptome in einer bestimmten Schwere länger als zwei Wochen vorweist.Als klinische Tests für Depressionen werden meistens die Fragebögen BDI (Becks-Depressions-Inventar), HAMD (Hamilton-Depressionsskala) und IDS (Inventar depressiver Symptome) verwendet. Bitten Sie ihren Arzt, eines dieser diagnostischen Instrumente anzuwenden, wenn Sie ganz sicher gehen wollen. Auch Ärzte können sich sonst irren, glauben aber häufig, dass ihre Diagnose auch ohne Fragebogeneinsatz stimmt. Online gibt es ebenso einige Tests, wobei die Qualität und Sicherheit in der Bestimmung unterschiedlich gut sind. Das grösste Problem besteht darin, dass solche Tests Depressionen nicht von anderen Krankheiten, die mit depressiven Symptomen einhergehen, unterschieden können.
Depressive Symptome gehen häufig auch mit körperlichen Krankheiten wie etwa einer Anämie einher. Bei Verdacht auf psychische Ursachen sollte also statt einer vorschnellen Diagnose auch eine körperliche Untersuchung stattfinden oder, wenn bereits eine bekannte Erkrankung vorliegt, der Verlauf dieser überprüft werden. Wenn etwa die Einstellung eines Diabetikers nicht mehr stimmt, jemand mit einer Schilddrüsenunterfunktion zu wenig Hormone erhielt oder ein Mensch Vitaminmangel hat, dann bekommen diese „depressive“ Symptome, die weder mit Antidepressiva noch mit Psychotherapie behoben werden können, da sie eben nicht psychisch verursacht sind.
Durch einschneidende Ereignisse wie etwa den Tod eines Nahestehenden oder eine Trennung verursachte Traurigkeit dauert normalerweise bis zu maximal einem halben Jahr an, ohne dass diese als Depression bezeichnet wird, auch dann nicht, wenn die betroffene Person an „depressiven“ Symptomen leidet. Bestehen diese aber länger, handelt sich auch dann um eine psychische Störung.
Therapie und Hilfe bei Depressionen: Psychopharmaka oder Psychotherapie?
Medikamentös werden Depressionen mit Antidepressiva verschiedener Sorten behandelt. Zu diesen gehören Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Johanneskraut als eine pflanzliche Variante), trizyklische Antidepressiva und MAO-Hemmer.
Die Entscheidung, welches dieser Medikamente bei welcher Form der Depression bei welcher Person eingesetzt werden sollte, entscheidet am besten ein ärztlicher, kein psychologischer Psychotherapeut. Das bedeutet, sollten Sie eher eine Therapie durch Medikamente bevorzugen, müssten Sie einen Psychotherapeuten aufsuchen, der Medizin studiert hat.Psychotherapeuten, die Psychologie studiert haben, dürfen keine Medikamente verschreiben, sondern führen Psychotherapien durch und sind darin meistens auch besser, da länger und mit mehr Erfahrung ausgebildet in der Seelsorge.
Welche Psychotherapie ist die beste?
Die besten (schnellsten und grössten) Heilungserfolge bei Depressionen erzielt laut psychologischer Forschung die Verhaltenstherapie. Auch tiefenpsychologische Psychotherapie wird in Deutschland anerkannt, allerdings betragen die Wartezeiten für Patienten bis zu einem dreiviertel Jahr, was im Verlaufe einer Depression ein dreiviertel Jahr Leiden ohne Hilfe bedeutet.
Generell ist laut wissenschaftlicher Forschung eine Kombination aus Psychopharmaka und Psychotherapie am wirksamsten.
Ursachen einer Depression
Die Ursachen sind weitestgehend ungeklärt. Deutlich herausfinden konnten Wissenschaftler aber den Einfluss der Gene: Das bedeutet, manche Menschen neigen bei Stress grundsätzlich eher dazu, mit depressiven Symptomen zu reagieren als andere. Psychische Belastung, welche individuell durch unterschiedliche Zustände und Begebenheiten zustande kommt (Person A macht etwas anderes traurig als Person B), wirkt meistens als Auslöser. Mit dem Alter, im Winter und während der Schwangerschaft nimmt die Depressionsanfälligkeit zu. (NCA)

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