So sieht der Betriebsrat die Opel-Standorte in Bochum, Kaiserslautern, Eisenach und Antwerpen als "akut gefährdet" (Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz). Sowohl Werkschliessungen als auch Massenentlassungen wären die logischen Folgen, sollte der amerikanische Mutterkonzern GM Opel behalten und aus eigener Kraft zu sanieren versuchen.
Betriebsräte und Gewerkschaften haben unterdessen aufgrund der neuesten Entwicklungen im Fall Opel zu Warnstreiks aufgerufen. Von Morgen, Donnerstag dem 5. November, an soll zunächst in Deutschland, später in ganz Europa gestreikt werden, so der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Abgesagter Opel-Verkauf sehr schlecht für die Zukunft
Branchenkenner schätzen die Entscheidung GMs, Opel zu behalten, als "sehr, sehr schlecht" ein. Der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sprach von einem "langsamen Sterben in den nächsten Jahren".
Weiterhin laufen die Diskussionen darüber, ob die Bundesregierung an den offenbar gescheiterten Verkaufsverhandlungen der letzten Monate eine Teilschuld trägt und so auch weiterhin in der Verantwortung für die deutschlandweit mehr als 25.500 Opel-Beschäftigten trägt.
(sdf / dpa)

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