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18. März 2010, 14:37 Uhr
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SIS

Siemens: IT-Sparte streicht tausende Stellen

Der Siemens-IT-Dienstleister SIS will weltweit 4.200 Arbeitsplätze einsparen und rund 2.000 Mitarbeiter in Deutschland entlassen. Der Gesamtbetriebsrat von Siemens und die IG Metall lehnen das Vorhaben vehement ab und kritisieren den Konzern wegen der geplanten Unternehmensauslagerung.
Die IT-Sparte SIS von Siemens sollte mit einem neuen Konzept auf tragfähige Füsse gestellt werden, um sie schliesslich wieder im wettebwerbsfähigen Zustand auszulagern. Die Vertreter der Arbeitnehmerverbände kritisierten, dass es bisher zu keinem neuen wirtschaftlichen Konzept gekommen sei: "Zudem befürchten wir, dass die aktuellen Pläne nur die jahrelange Abfolge von Restrukturierungen fortsetzen, die vor allem aus Kostensenkungen bestehen."

Vorwurf der Verantwortungslosigkeit

In diesem Sommer soll die IT-Sparte ausgegliedert und rechtlich verselbstständigt werden, damit SIS ein eigenständiges Unternehmen wird. Im Zuge der Umstrukturierung will Siemens weltweit 4.200 Stellen abbauen, wovon 2.000 Arbeitnehmer in Deutschland betroffen wären. Siemens-Gesamtbetriebsratschef Lothar Adler sagte: "Diese Arbeitsplätze einfach abzuwickeln wird der Verantwortung von Siemens für überwiegend langjährige Mitarbeiter in keiner Weise gerecht."

Management-Konzept fehlt

Ausserdem will der Konzern etwa 500 Millionen Euro in SIS investieren. Dieter Scheitor von der IG Metall, der auch Siemens- Aufsichtsratsmitglied ist, warf dem Konzern Nachlässigkeit im Umgang mit seinen Beschäftigten vor. Seiner Ansicht nach hätte es "weder grundlegende Veränderungen im Management noch ein tragfähiges Konzept gegeben." Die geplante Sparrunde sei daher unangebracht. (hkn / dpa)
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