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6. Februar 2010, 12:43 Uhr
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Canisius-Kolleg

Sexueller Missbrauch: Immer mehr Opfer melden sich

Am Berliner Canisius-Kolleg steigt die Zahl der Opfer von sexuellen Übergriffen weiter an. Mittlerweile hätten sich etwa 30 Betroffene gemeldet, erklärte die Ansprechpartnerin des Jesuitenordens für Opfer sexuellen Missbrauchs, Rechtsanwältin Ursula Raue, der "Berliner Morgenpost" (Samstagausgabe).
Der Skandal um den sexuellen Missbrauch von Schülern am Berliner Canisius-Kolleg hat seinen Höhepunkt anscheinend noch immer nicht erreicht. Täglich würden viele Anrufe und E-Mails eingehen und die Zahl der Opfer steige von Tag zu Tag.

"Das Ganze ist wie eine Lawine", so Raue. Viele Personen melden sich mit Berichten über sexuellen Missbrauch auch in anderen Institutionen in der katholischen Kirche. Allerdings habe sie bisher keinerlei Hinweise darauf bekommen, dass es auch zu Vergewaltigungen und damit zu Fällen von schwerem sexuellen Missbrauch gekommen ist, so Raue weiter.

 Derzeit gehe es immer um Situationen, in denen psychisch Druck ausgeübt worden sei. "Es geht um unangenehme Gespräche und Berührungen und darum, dass Jugendliche auf dem Schoss eines Patres sitzen mussten und gestreichelt wurden. Oder um Schläge", schilderte die Mediatorin.

Zwei der drei bislang bekannten mutmasslichen Täter haben bisher gestanden, fügte Raue hinzu. Der dritte, Pater Peter R., sei für sie im Moment nicht erreichbar. Nach eigenen Angaben hat Raue Einsicht in das Archiv des Jesuitenordens genommen und arbeitet derzeit an einem Bericht über ihre Erkenntnisse. Dieser solle demnächst öffentlich gemacht werden. ddp/fis/nat (NCA / ddp)
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Am Berliner Canisius-Kolleg steigt die Zahl der Opfer von sexuellen Übergriffen weiter an. Mittlerweile hätten sich etwa 30 Betroffene gemeldet, erklärte die Ansprechpartnerin des Jesuitenordens für Opfer sexuellen Missbrauchs, Rechtsanwältin Ursula Raue, der "Berliner Morgenpost" (Samstagausgabe).
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