Das Gesundheitsministerium in Niedersachsen hat vorläufige Zahlen zusammengetragen, um abzuschätzen, wie viele Deutsche sich gegen die Schweinegrippe haben impfen lassen. Aus den Daten geht hervor, dass nicht einmal jeder Zehnte die Möglichkeit wahrnahm, sich gegen die Pandemie zu schützen. Trotz der aufgeregten Berichterstattung blieben die meisten gefasst und sahen eine Impfung nicht für nötig - möglicherweise auch aufgrund der Angst nicht abschätzbarer Nebenwirkungen. Selbst viele Ärzte weigerten sich, den kaum wissenschaftlich geprüften Impfstoff mit Wirkverstärkern zu spritzen.
Verkaufsverhandlungen mit anderen Ländern
Die Dosen des Impfstoffs Pandemrix wurden deshalb weniger als acht Millionen gebraucht, weshalb der Pharmahersteller GlaxoSmithKline auf einem Grossteil der bestellten Mengen sitzen blieb. Die Länder verhandelten mit dem Pharmakonzern und erreichten, dass sie nur 34 der 50 Millionen Impfstoffdosen kaufen mussten. Die übrig gebliebenen Dosen werden nun anderen Ländern angeboten, wie Pakistan.
Bisher hat die Weltgesundheitsorganisation die Pandemiestufe sechs nicht aufgehoben, weshalb die Bundesländer weiterhin den Impfstoff bereit halten müssen. Trotzdem scheint die akute Gefahr vorbei zu sein, gegen die saisonale Grippe schützen sich die Menschen besser: Bei rund 20 Prozent liegt die Impfrate für den jährlichen Impfstoff.
(hkn / dpa)

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