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21. Januar 2011, 14:11 Uhr
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Schutz vor Erkältungsviren - Hände oft und mit warmem Wasser waschen

Oft warnen eine triefende Nase, Husten und Gliederschmerzen vor einer Erkältung. Experten raten zu konsequentem Händewaschen um eine Grippe zu vermeiden, denn das verringert die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.
Sie empfehlen, die Hände 30 Sekunden lang mit Seife und warmem Wasser zu reinigen. Aber spielt die Wassertemperatur dabei tatsächlich eine Rolle? "Alles, was hilft, Partikel von der Hautoberfläche wegzuspülen, macht Sinn", erklärtAxel Kramer, Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin an der Universität Greifswald, "und warmes Wasser ist ein besseres Lösungsmittel als kaltes."

Händewaschen löst den Film aus Fett und Schmutzpartikel

Jeder, der schon mal Geschirr abgespült hat, kennt dieses Prinzip: Auf unserer Haut befindet sich, ähnlich wie bei Tellern und Besteck, ein dünner Film aus Fett und Schmutzpartikeln, an denen auch die Krankheitskeime haften, die wir beispielsweise an der Haltestange in der U-Bahn aufgesammelt haben, die vor uns bereits ein kränkelnder Fahrgast vor uns berührt hatte.

Wäscht man sich zu Hause die Hände mit Seife und warmem Wasser, löst das den Fettfilm von den Händen besonders effektiv und spült damit auch einen großen Teil der Keime fort. Dieser Fakt gilt nicht nur für Erkältungsviren, sondern auch für Erreger anderer Erkrankungen, wie beispielsweise Grippeviren und Bakterien, so Kramer. "Jeden einzelnen Keim schwemmt das Händewaschen zwar nicht weg, aber die Wahrscheinlichkeit sich zu infizieren ist von der Anzahl der Erreger abhängig, die der Körper aufnimmt", erklärt der Mediziner weiter.

Handschuhe schützen unterwegs vor gefährlichen Viren u

Durch effektives Händewaschen kann man diese deutlich reduzieren. Bevor man sich die Hände gewaschen hat, sollte man sich auch nicht mit den Händen ins Gesicht oder gar an den Mund fassen, denn das sind typische Eingangspforten für Erreger. "Da sollten möglichst keine ungewaschenen Hände rumwischen", warnt Kramer. In Erkältungszeiten oder während einer Grippewelle sei es generell ratsam, unterwegs so wenig wie möglich anzufassen. Die meisten Türen lassen sich beispielsweise mit dem Ellenbogen aufschieben und auch Handschuhe sind im Winter ein guter Schutz, denn sie wärmen nicht nur, sondern sorgen gleichzeitg auch dafür, dass kein direkter Hautkontakt mit den Infektionsherden der Umwelt entsteht. (NCA / dapd)
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Kommentare (2)
  1. kleinenatalie schreibt:
    21. Januar 2011, 14:34 Uhr

    Ich wasch mir ständig die hände, trage handschue und fasse keine klinken usw an. Trotzdem hat mich ne üble grippe erwischt.

  2. Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann schreibt:
    22. Januar 2011, 09:27 Uhr

    Influenzasaison 2010/2011 startete wie immer bei 7°C kaltem Trinkwasser:
    Jetzt bei Trinkwassertemperaturen unter 7°C ging es wieder los. Die saisonale Influenza wird durch das kalte Trinkwasser ausgelöst. Das kalte Trinkwasser konserviert und transportiert die sehr kleinen Influenzaviren. Menschen scheiden das neue H1N1 Schweinegrippevirus mit Erbrochenem und Durchfall aus. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb tritt die Influenza bei uns überwiegend im Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im herkömmlichen Wasserwerk nur unvollständig gefiltert. Chlorung z. B. bringt wenig, weil Viren im Wasser verklumpt vorkommen und deshalb von den herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht vollständig erreicht werden. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Trinkwasser muss frei von Viren sein. Das geht mit der Ultrafiltration, für einen halben Euro pro Person und Monat.

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