Es ist der grösste und spektakulärste Kinderschänder-Prozess Portugals. Sechs lange Jahre hat das Verfahren gedauert, doch das Gericht am Freitag alle sieben Angeklagten, darunter zwei Prominente, für schuldig befunden.
Die Angeklagten, darunter sechs Männer und eine Frau, sollen in den 90er Jahren einen Pädophilenring betrieben und jahrelang Kinder aus einem Kinderheim (Casa Pia) in Lissabon vergewaltigt haben. Insgesamt wurden ihnen über 800 Straftaten zur Last gelegt, die sie alle zurückgewiesen hätten, berichtet "Focus.online".
Kindesmissbrauch, Vergewaltigung und Kupplerei sind die Hauptvorwürfe im so genannten "Casa-Pia" -Prozess. Alle Angeklagten wurden in mehreren Punkten für schuldig befunden, welches Strafmass auf sie wartet ist noch nicht bekannt, heisst es bei "Welt.online".
Sicher ist, dass zu den Verurteilten ein 68 -jähriger Showmaster gehört, Carlos Cruz, der bis zur Aufdeckung der Kinderporno-Affäre einer der beliebtesten Fernseh-Moderatoren Portugals war. Verurteilt wurde auch der hochdekorierter Diplomat und frühere UNESCO-Botschafter Jorge Ritto. Zu den weiteren Tätern zählen u. a. ein Arzt, ein Anwalt und ein Unternehmer.
(kat)

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