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3. März 2010, 09:14 Uhr
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Berufsbildungsbericht

Schulabgänger für Ausbildung oft nicht geeignet

"Nicht ausbildungsreif" - für Schulabgänger bedeutet diese Feststellung zusätzliche Förderung, damit sie in eine Lehrstelle vermittelt werden können. Jeder zweite Schulabgänger soll laut eines Berichts der Bundesregierung für eine Ausbildung nicht geeignet sein.
Schulabgänger für Ausbildung oft nicht geeignet
Schulabgänger für Ausbildung oft nicht geeignet
Quelle: dpa
Eine erschreckende Zahl und ein tiefer Blick in das deutsche Bildungssystem offenbart der Entwurf des "Berufsbildungsberichts 2010". Es wird für Ausbildungsbetriebe in Deutschland immer schwieriger, angemessen qualifizierte Bewerber zu finden und die Lehrstellen zu besetzen. Einerseits seien viele nicht gut genug vorgebildet, andererseits wird auch der Geburtenrückgang spürbarer.

Bildungspolitik der Länder soll's richten

47,3 Prozent der Schulabgänger werden als "nicht ausbildungsreif" von der Bundesagentur für Arbeit eingeschätzt - das wäre fast jeder zweite Jugendliche. Allein erfreulich ist die Tatsache, dass die Zahl zwischen 2005 und 2008 leicht zurückging: von 55 Prozent auf 47,3. Die Vermittlung einer Ausbildung sei für solche Schulabgänger schwierig. In dem Bericht heisst es dazu: "Nach wie vor erreicht eine grosse Zahl junger Menschen weder den Schulabschluss noch eine vollqualifizierende Ausbildung." Die Bundesregierung setzt schliesslich auf eine effektivere Bildungspolitik der Länder und auf die Unternehmen. Diese sollten sich der nicht ausbildungsreifen Jugendlichen annehmen, um den Fachkräftenachschub aufrecht zu erhalten.

Suche nach dem geeigneten Bewerber oft erfolglos

Jugendliche, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sich, müssen sich oft länger als ein Jahr gedulden. In der Gastronomie und im Lebensmittelhandel konnten aufgrund "mangelndes Leistungsvermögen und die unzureichende schulische Qualifikation der Bewerber" zehn bis 15 Prozent der Lehrstellen nicht besetzt werden. Auch die Ausbildungsberufe der Klempner, Fleischer und Gebäudereiniger suchen immer stärker nach geeigneten Bewerbern. (hkn / dpa)
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