"Wir gehen davon aus, dass nichts passiert. Aber wenn doch ein Schaden entsteht, steht das DLR zu seiner Verantwortung." sagte Vorstandschef Professor Johann-Dietrich Wörner vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Rosat ist der Satellit, der die ersten Röntgenbilder vom Mond machte und Röntgenstrahlen von Kometen einfangen konnte.
Der Satellit kann nicht mehr gesteuert werden
Rosat entdeckte auch Schwarze Löcher und Überreste von Supernova-Explosionen. Fast 4000 Forscher aus insgesamt 24. Ländern nutzen den Satelliten für Forschungszwecke, im Februar 1999 fiel die Steuerung von Rosat aber aus, "Rosat hat keinen Antrieb und kann nicht mehr kommandiert werden (...) Wir haben keine Möglichkeit, ihn gezielt zur Erdoberfläche zurückzuführen." wurde erklärt.
Vermutlich wird Rosat beim Wiedereintritt zerbrechen
Rosat wird vermutlich nicht in einem Stück auf der Erde aufschlagen, es wird erwartet das bis zu 30 Trümmerteile auf die Erde "regnen" werden. Wo genau er aufschlagen wird, ist nicht bekannt. In 90 Minuten umkreist der Satellit einmal die Erde, einen Tag vor dem Einschlag kann man zumindest feststellen, wo Rosat nicht auftreffen wird.
Chance in Deutschland zu Schaden zu kommen liegt bei 1 zu 700 000
Das Weltraumschrott auf die Erde fällt, ist nichts neues. Allein 2010 fiel in 400 Fällen Schrott aus dem Weltraum auf die Erde, darunter auch Satelliten. Das jemand durch die Trümmer in Deutschland zu Schaden kommt, ist extrem unwahrscheinlich, die Chancen stehen laut DLR 1 zu 700 000.
(jra)

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