
Sarrazin tritt jetzt gegen seine Kritiker nach.
Quelle: dapd/Steffi Loos
Merkel als Inquisitorin
Er verglich das Verhalten Merkels mit der Heiligen Inquisition, die ebenfalls Bücher "auf den Index" gesetzt habe. Merkel habe Bundesbank-Chef Axel Weber öffentlich aufgefordert, ihn aus dem Vorstand der Bundesbank zu entlassen, Bundespräsident Christian Wulff habe sich angeschlossen.
SPD betreibt seinen Parteiauschluss
Doch Rückhalt aus der eigenen Partei habe Sarrazin nicht erwarten können: SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel hatte sein Buch "eine ungeheure moralische Entgleisung" genannt, der Berliner SPD-Chef Michael Müller bezeichnete es als "menschenverachtend".
Sarrazin sieht sich als Vorreiter
Trotz der scharfen Kritik an seinen Äußerungen sieht sich Sarrazin im Recht: Er habe den Rückhalt von Millionen Deutschen, die froh darüber seien, dass er Themen angesprochen habe, "die für lange Zeit im politischen Diskurs gesperrt schienen." Seitdem habe sich auch die Politik bewegen müssen. (phs)



8 Kommentare
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Demokratisch Soziale Partei schreibt:
27. Dezember 2010, 09:44 Uhr
Weiter so, genau so mutige Männer braucht das Land. Es müssen noch viel mehr sich gegen die Obrigkeit auflehnen. Die Demokratie wurde ja bereit von Merkel, Gabriel, Westerwelle, Künast und Handlanger abgeschtaft.
Peter Klein schreibt:
27. Dezember 2010, 10:50 Uhr
Es ist wirklich erfreulich, dass er am Ball bleibt.
Die, die sich bereits vor ihm mal gewagt hatten, wurden ja bereits durch den Schulterschluss von (Staats-)medien und Politiker- Establishment mundtot gemacht.
Leider dringen auf diese Weise noch die wenigsten, wirklich wichtigen Nachrichten bis zum ahnungslosen Volk vor.
Es gibt eine Zensur, sie ist nur subtiler geworden.
okan schreibt:
27. Dezember 2010, 12:41 Uhr
Es ist sehr ineressant zu beobachten dass die politische Linie in Europa von mitte links-rechts “jeder hat seine Meinung”, in Richtung rechts orientiert. Also bedeutet dies konkret; für das fischen im Sumpf um Stimmen zu ergattern muss ich diese Hasslinie verfolgen um auf den “demokratischen”-Thron zu gelangen. Dann sollten sich die so “gehobenen” und so “aufgeklärten” europäer mal fragen was diese Hassprediger denn für Lösungen bezüglich der wahren Probleme Europas anbieten können? Da seien: der Verlust politischen Einflusses Europas auf dem internationalen Bühne, der Verlust des Lieblinges Amerikas (Asietische Länder werden vorgezogen), Chaos in der Wirtschaft (Finanzkrise), Chaos in der Politik (Rechtsradikalisierung), Chaos auf der gesellschaftlichen und sozialen Ebene (Kriminalitat, Vergewaltigungen, Mütter morden ihre eigene Kinder…) etc.
Können wirklich solche Leute, die sich darüber nicht einmal gedanken machen, wirklich die wahren Probleme Europas bzw. Deutschlands lösen? Es ist aber leichter die Schuld woanders zu suchen als vor seiner eigenen Nase…
etojaprivet schreibt:
27. Dezember 2010, 16:14 Uhr
Sehr geehrter Herr Sarrazin, Sie sind Salman Rushdie Deutschlands!
Weiter so!!!
Bernd Mayer schreibt:
27. Dezember 2010, 17:20 Uhr
Recht hat er, noch viel zu human zu Merkel und auch Gabriel. Gerade Merkel hat es nötig, für was was Sie zuständig bei Honecker ? nachzulesen in ihrer Biografie ! Und
dieser SPD gutmensch einfach nur lächerlich. Nur zu hoffen das Deutschland von dem verschont bleibt. Merkel ist wenigsten halbwegs geleutert und hat ” Multi-Kulti ”
für gescheitert erklärt! Grundsätzlich ist jeder willkommen, nur … hat D mehr
als genug. USA, Australien, Kanada und andere machen es vor, nur bei uns geht das nicht ! Schuld ist nur dieses P…… P….. der Pöpel kann ja bezahlen !
L. Scheufler schreibt:
27. Dezember 2010, 20:08 Uhr
Danke Herr Sarrazin,
seien Sie froh, dass Sie nicht Fallschirmspringer sind. Endlich wurden mal Tatsachen auf den Tisch gelegt. Die (großen) Kritiker haben Ihr Meisterwerk nicht einmal gelesen und erlauben sich Kritik. Da weiß man, wo die “Demokratie” hingeht. Diejenigen, die sich dieses Buch zu Herzen gehen lassen müssten, haben es leider nicht gelesen. Auch Frau Merkel und die rote Führung der SPD. Wird aber höchste Zeit, sonst ist ihr Zug weg.
Robin Maier schreibt:
28. Dezember 2010, 13:36 Uhr
Was viele in der Debatte über Sarrazin vergessen: Das was er sagt bzw. schreibt ist hochgradig rechtsradikalisierend. Seine Fans beschäftigen sich mehrheitlich nicht, wie man auch hier an den Kommentaren sieht, mit den inhaltlichen Gesichtspunkten seiner Äußerungen. (genetische Trennung, verallgemeinerte soziale Kritik an Ausländern) Sie beschäftigen sich vielmehr mit kurzen, verständlicheren Rassenparolen, die zum Ziel haben, die Schuld an allem was in Deutschland negativ abläuft, doch schlussendlich den Ausländern zu geben. Ich denke da macht man es sich (höflich ausgedrückt) einfach zu leicht. Ich gebe weder den Deutschen noch den Ausländischen Bundesbürgern die alleinige Schuld. Ich finde,wir sollten uns hier in Deutschland fragen, was wir (und zwar jeder, nicht nur die Politiker) denn für die Integration für “Anstrengungen” unternehmen. Aber ich glaub die Frage stellt sich vielen nicht, weil es eine Frage ist, die den Fragenden kritisieren könnte. In der Bibel steht: “Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.” Ich frag michso langsam , ob manche Muslime die Inhalte der Bibel inzwischen mehr kennen und auch besser verstehen als ne ganze Menge von “Christen”.
John hat nen Langen schreibt:
28. Dezember 2010, 13:50 Uhr
Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit. Anatole France, 16.04.1844 - 12.10.1924
frz. Schriftsteller und Nobelpreisträger
So viel zur “argumentativen” Aussage Sarrazins, er habe den Rückhalt von Millionen Deutschen. Ich weiß, dass viele den Vergleich nicht mögen werden, aber in vielen Jahren des letzten Jahrhunderts war es ja auch nicht anders.