Es ist nicht Berlusconis Woche. Seine Partei verlor die Kommunalwahlen in Mailand und Neapel an linke Kandidaten und in Mailand geht der Ruby-Prozess weiter. Die Marokkanerin und andere junge Frauen nahmen an Berlusconis berüchtigten Bunga-Bunga Partys teil und erhielten Geld von ihm. Im Fall Ruby ist er auch wegen Amtsmissbrauch angeklagt. Berlusconi rief für die wegen Diebstahls festgenommene Ruby bei der Polizei an.
Anklage: Amtsmissbrauch und Sex mit einer Minderjährigen
Der italienische Premierminister weist alle Anschuldigungen zurück. Seine Anwälte fechten die Zuständigkeit der Mailänder Ermittler und des Mailänder Gerichts an. Sie wollen den Prozess in die lombardische Stadt Monza verlegen, da Berlusconis Anwesen in Arcore Schauplatz des Geschehens war.
Frauenverband möchte als Nebenkläger auftreten
Ein italienischer Frauenverband hatte beantragt, als Nebenkläger zugelassen zu werden. "Bei diesem Verfahren geht es um die Würde der italienischen Frauen. Wir wollen dabei sein", hatte die Präsidentin von Arcidonna, Valeria Ajovalasit, gefordert. Das Gericht gab dem Antrag nicht statt.
Berlusconi erscheint nicht persönlich zum Ruby-Prozess
Berlusconi erschien nicht persönlich vor Gericht, so wie er auch dem ersten Verhandlungstag im Ruby-Prozess fernblieb. Diesmal vertrat ihn sein Anwalt, weil Berlusconi in Bukarest an einem Gipfeltreffen teilnahm. Dem italienischen Staatschef drohen bis zu 15 Jahren Haft.
(mse / dpa)

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