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23. September 2008, 10:23 Uhr
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US-Finanzkrise

Rettungspaket der US-Regierung kommt voran

Das 700 Milliarden US-Dollar umfassende Rettungspaket der US-Regierung für die Finanzhäuser führte zu ersten Fortschritten. Bei Verhandlungen im Kongress sind erste Punkte genehmigt worden. Ende der Woche soll das Paket ratifiziert werden.
US-Finanzminister Henry Paulson unterstützt die Forderung nach schnellem Handeln
US-Finanzminister Henry Paulson unterstützt die Forderung nach schnellem Handeln
Quelle: dpa
Nach Berichten der Medien in den USA vom Montag, fordern Demokraten auch Hilfe für betroffene Hausbesitzer. Auch in der Frage um eine parlamentarischen Aufsicht gab es Fortschritte. Die Verluste am US-Aktienmarkt bleiben davon zwar unbetroffen, dennoch sind die Versuche zur Eindämmung scheinbar erfolgreich. Am Dienstag muss der Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Banken-Komitee des Senats Rede und Antwort stehen.

Am Montag forderte der US-Präsident George W. Bush eine schnelle Reaktion durch die Verabschiedung. Im Zusammenhang mit den Verhandlungen sprach auch er von Fortschritten, aber auch von einigem Klärungsbedarf. "Die ganze Welt schaut auf uns, um zu sehen, ob wir schnell handeln können, um unsere Märkte zu stärken und Schaden von unseren Kapitalmärkten, Geschäftswesen, unserem Häusermarkt und Pensionskonten abzuwenden", erklärte er.

Eine Ablehnung des Pakets kam von den Demokraten, so ist die demokratische Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, als auch Barack Obama. Sie sind der Überzeugung, dass das Parlament der Regierung keinen "Blanko-Scheck über 700 Milliarden Dollar" vorlegen darf.

Bei den Verhandlungen gehe es auch um die Frage, wie künftige Gewinne der Banken auch an die Finanzbehörden gehe, so der Vorsitzende des zuständigen Parlamentsausschusses, Barney Frank.

Der Leitindex Dow Jones verlor am Montag 3,27 Prozent auf 11 015,69 Zähler und büßte damit einen Teil seiner Ende vergangener Woche erzielten Gewinne wieder ein. Dabei waren Zweifel über die hohen Kosten sowie über die Wirkung auf dem Markt ausschlaggebend. Die Anleger sind Händlern zufolge skeptisch, ob das 700 Milliarden Paket ausreiche, die Situation der Kreditmärkte zu entspannen. Auch der wieder deutlich gestiegene Ölpreis drückte auf die Stimmung und die Kurse.

Finanzminister Henry Paulson erteilte Forderungen nach Einkommensobergrenzen für Topmanager der Banken eine Absage. Zudem hält er, Medienberichten zufolge, kurzfristige Investitionen für notwendig, auch wenn das Paket am Freitag gebilligt werde.

Zuvor hoffte man auf eine Einigung vor der Markteröffnung am Montag, doch dies war nicht geschehen. Der Finanzminister Paulson erklärte seine Hoffnung, dass das Paket nicht mit zu vielen Einzelheiten und extra Programmen überfrachtet wird. (dav / dpa)
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