Einen Grund für das Verbot teilte das Ministerium in Düsseldorf vorerst nicht mit. Zeitgleich wurden in zahlreichen Wohnungen sowie Clubhäusern der Organisation mehrere Razzien durchgeführt, um mögliche Beweismittel aufzuspüren.
Weitere Razzien nicht ausgeschlossen
In zahlreichen Städten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wurden mehr als 30 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Mehrere hundert Polizisten waren im Einsatz, sagte ein Sprecher der Polizei Köln. "Das Ziel ist die Durchsetzung des Vereinsverbots". Derzeit sei die Lage "sehr dynamisch". Es würde angekündigt, dass es zu weiteren Razzien kommen könnte.
Erstes Verbot seit zehn Jahren
Das letzte Verbot einer Rockerorganisation liegt nach Angaben eines Ministeriumssprechers etwa zehn Jahre zurück. Damals stand eine kriminelle Vereinigung im Raum Düsseldorf in Fokus der Ermittler. Verbote andere Gruppen seien nicht ungewöhnlich, sagte der Sprecher. In der jüngeren Vergangenheit mussten immer wieder radikal-islamistische oder rechtsextreme Gruppen verboten werden.
(gth / dpa)

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