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Private Raumkapsel “Dragon” erfolgreich an ISS angedockt

26. Mai 2012 • Wissenschaft & Technik

Der “Drache” hat sein Ziel erreicht: Am frühen Freitagabend mitteleuropäischer Zeit wurde mit dem Andocken des privaten Transporters “Dragon” an die ISS Raumfahrtgeschichte geschrieben. Beim Hersteller SpaceX brach Jubel aus.

“Das Einfangen ist erledigt”, freute sich die Sprecherin des US-Unternehmens SpaceX in einer E-Mail, als der Greifarm der ISS die Kapsel zu fassen bekommen hat. Nach zwei Stunden , kurz nach 18:00 Uhr MESZ, dockte die “Dragon” erfolgreich an das ISS-Modul “Harmony” an.

Großer Schritt für private Raumfahrtindustrie

“Mir fehlen die Worte, um das Hochgefühl und die Erleichterung zu beschreiben, die wir alle hier bei SpaceX empfinden”, jubelte Firmenchef Elon Musk einige Zeit später im Hauptsitzes Unternehmens im kalifornischen Hawthorne. Damit seien hoffentlich alle Zweifel ausgeräumt, dass die private Industrie staatliche Raumfahrtbehörden zumindest teilweise ersetzen kann.

ISS-Programm-Manager Mike Suffredini bezeichnete die Mission als “Spitzenergebnis” der Raumfahrtgeschichte. Verlaufen die restlichen Test-Flüge ebenfalls erfolgreich, erhält SpaceX einen Auftrag der Nasa über zwölf Gütertransport-Flüge zur Raumstation. Der Vertrag mit der US-Behörde ist über 1,6 Milliarden Dollar (1,25 Milliarden Euro) schwer.

Langwierige Andock-Prozedur

Die Andock-Prozedur der “Dragon” zog sich über mehrere Stunden in die Länge. Immer wieder wurden verschiedene Tests durchgeführt, um alle Systeme zu prüfen. Als die Kapsel sich der ISS etwa 10 Meter genähert hatte, gelang es den Astronauten Andre Kuipers und Don Pettit, die “Dragon” mit dem Roboterarm der ISS zu greifen. “Es sieht aus, als hätten wir einen Drachen beim Schwanz erwischt”, jubelte sich Pettit über die erfolgreiche Operation. Auch Kuipers freute sich: “Es ist toll, sie zu sehen.”

Am Samstag soll das Ausladen des Frachters beginnen, der mit etwa 500 Kilogramm an Versorgungsgütern beladen ist. Mit Müll zur Entsorgung bepackt, soll der “Dragon” am 31. Mai wieder abdocken und nach der Heimkehr im Pazifik vor der kalifornischen Küste landen, um von einem Schiff aufgelesen zu werden.

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