Presserat: "Titanic" schmäht nicht Religion
Quelle: ddp / Thomas Lohnes
Satire soll an Grenzen gehen
Der Bescherdeausschuss des Presserats erklärte, dass die Karikatur eine zugespitzte Darstellung eines gesellschaftlichen Missstandes innerhalb der Institution Kirche sei. Es sei die Aufgabe der Satire, Diskussionen einer Gesellschaft so aufzugreifen, dass diese pointiert und manchmal auch an Grenzen gehend darstellt. Zu der "Titanic"-Titelseite sagte die Vorsitzende des Ausschusses, Ursula Ernst: "Hier wird nicht Jesus oder der christliche Glaube verhöhnt, sondern das Verhalten christlicher Würdenträger kritisiert."
"Titanic" bleibt streitbar
Somit halte es sich nicht um eine Schmähung der Kirche. Die Pressefreiheit schliesse in einer Demokratie auch Kritik an ihren Grundpfeilern ein, so Ernst. Die Würdenträger und die dahinter stehende Kirche müssten sich dieser Kritik stellen. Die "Titanic" geriet in den vergangenen Jahren immer wieder in den Fokus von Kritikern, nicht zuletzt nach ihrer "Fax-Aktion" im Vorfeld der FIFA-Abstimmung zur Austragung der Weltmeisterschaft 2006.
(mea / ddp)

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MrQT schreibt:
28. Mai 2010, 11:44 Uhr
Na Gott sei dank