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28. Mai 2010, 11:13 Uhr
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Satire

Presserat: “Titanic” schmäht nicht Religion

Die Satirezeitschrift "Titanic" ist vom Deutschen Presserat von der Beschuldigung freigesprochen worden, in ihrer Aprilausgabe religiöse Gefühle verunglimpft zu haben. Insgesamt waren 198 Beschwerden gegen die Karikatur eingegangen, die Oralsex eines Priesters mit dem gekreuzigten Jesus suggeriert.
Presserat:
Presserat: "Titanic" schmäht nicht Religion
Quelle: ddp / Thomas Lohnes
Die Zeichnung zeigt einen katholischen Geistlichen, der in Schritthöhe vor Jesus am Kreuz kniet. Die Hände des Geistlichen sind ebenfalls auf Schritthöhe des am Kreuze hängenden Jesus zu sehen. Darunter steht die Zeile "Kirche heute". Von den knapp 200 Beschwerden bezogen sich die meisten auf Ziffer 10 des Pressekodex: "Die Presse verzichtete darauf, religiöse, weltanschauliche oder sittliche Überzeugungen zu schmähen."

Satire soll an Grenzen gehen

Der Bescherdeausschuss des Presserats erklärte, dass die Karikatur eine zugespitzte Darstellung eines gesellschaftlichen Missstandes innerhalb der Institution Kirche sei. Es sei die Aufgabe der Satire, Diskussionen einer Gesellschaft so aufzugreifen, dass diese pointiert und manchmal auch an Grenzen gehend darstellt. Zu der "Titanic"-Titelseite sagte die Vorsitzende des Ausschusses, Ursula Ernst: "Hier wird nicht Jesus oder der christliche Glaube verhöhnt, sondern das Verhalten christlicher Würdenträger kritisiert."


"Titanic" bleibt streitbar

Somit halte es sich nicht um eine Schmähung der Kirche. Die Pressefreiheit schliesse in einer Demokratie auch Kritik an ihren Grundpfeilern ein, so Ernst. Die Würdenträger und die dahinter stehende Kirche müssten sich dieser Kritik stellen. Die "Titanic" geriet in den vergangenen Jahren immer wieder in den Fokus von Kritikern, nicht zuletzt nach ihrer "Fax-Aktion" im Vorfeld der FIFA-Abstimmung zur Austragung der Weltmeisterschaft 2006. (mea / ddp)
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Ein Kommentar
  1. MrQT schreibt:
    28. Mai 2010, 11:44 Uhr

    Na Gott sei dank ;)

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Presserat: “Titanic” schmäht nicht Religion
Die Satirezeitschrift "Titanic" ist vom Deutschen Presserat von der Beschuldigung freigesprochen worden, in ihrer Aprilausgabe religiöse Gefühle verunglimpft zu haben. Insgesamt waren 198 Beschwerden gegen die Karikatur eingegangen, die Oralsex eines Priesters mit dem gekreuzigten Jesus suggeriert.
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