Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, ist die finanzielle Lage beim Autohersteller Porsche weit aus dramatischer als bisher angenommen. Ohne die erzielte Einigung mit VW wäre Porsche in rund zwei Wochen zahlungsunfähig gewesen und nach Opel das zweite Krisenkind der deutschen Automobilwirtschaft geworden. Auf der Marathonsitzung in der Nacht zum Freitag ist die wirkliche Höhe des Konzerns aufgezeigt worden, die mittlerweile auf rund 14 Milliarden Euro beziffert wird. Bisher ist man davon augegangen, dass die Verschuldung von Porsche zwischen neun und zehn Milliarden Euro liege.
Kauf von VW-Aktien sorgt für Schieflage
Hauptgrund für die finanzielle Schieflage des Autokonzerns ist mit Sicherheit der Kauf von VW-Aktien auf Pump. An dem Bissen VW hat sich Porsche ordentlich verschluckt, was in der Konsequenz zum Abgang von Wiedeking führte, der Porsche einst in die Gewinnzone gebracht hatte. Zudem hat der Absatzrückgang die finanzielle Lage weiter verschärft.
Nach Einsicht der Bilanzen strebt VW nun eine Übernahme des Porsche-Konzerns bis zum Ende diesen Jahres an.
(riw / ddp)

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