"Wenn hier nicht alle Zweifel für eine gesundheitliche Gefährdung beseitigt werden, darf der Castor nicht rollen", erklärte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Thomas Kliewer. "In den vergangenen Jahren waren meine Kollegen unter anderem direkt im Zwischenlager untergebracht", sagte Kliewer weiter. Hier müsse die Fürsorgepflicht über allen rechtlichen Verpflichtungen stehen.
Jahresgrenzwert der Strahlung droht überschritten zu werden
Vor rund einer Woche wurden bei Messungen am Zwischenlager im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Strahlenwerte festgestellt. Daraufhin hat das niedersächsische Umweltministerium verlangt, dass der Betreiber bis Ende September Maßnahmen zum besseren Schutz vor der Radioaktivität vorschlagen muss. Nur wenn das Ministerium diese für geeignet hält, die in der Umgebung messbare Strahlenbelastung zu senken, ist die Einlagerung weiterer Castor-Behälter möglich. Die endgültige Entscheidung, ob es 2011 einen Castor-Transport nach Gorleben gibt, fällt voraussichtlich im Oktober. (jak)

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