
Peter Ruzicka´s neue Oper feierte Sonntagabend Premiere und wurde gefeiert.
Quelle: dpa
Ein Streit mit dem früheren Intendaten Peter Mussbach, der die Textvorlage der Oper verfasst hatte, schmälerte den gelungenen Abend ein wenig. Er hatte seinen Namen aus dem Programm streichen lassen, da er der Meinung ist, man habe Verfälschungen im Libretto vorgenommen.
Vor einem halben Jahr verliess Mussbach die Staatsoper, nachdem er sich mit Generalmusikdirektor Daniel Barenboim und Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit gestritten hatte.
In der Oper selbst geht es um die deutsche Geschichte der letzten 150 Jahre. Das dichterische Werk beschäftigt sich also nicht ausschliesslich mit Friedrich Hölderlin (1770-1843).Mit Hilfe der Dichtungen Hölderlins erzählt Ruzicka vom Zeitalter der revolution bis hin zum Klimawandel.
Zwölf Menschen sind Mittelpunkt der Aufführung. Sie bekommen nach einer Katasrophe die Chance, ihr Leben noch einmal zu leben.
Vor zwei Jahren führte er mit "Celan" seine erste Oper auf und verbindet in der Neusten immer wieder die Musik von Richard Wagner und Gustav Mahler mit dichten Klangformen und Schlagzeugklängen.
Bis zum Jahre 2006 war Ruzicka Intendant der Salzburger Festspiele. Die Münchener Biennale für zeitgenössisches Musiktheater steht im Moment unter seiner Leitung.
(NCA / dpa)

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s.r. schreibt:
17. November 2008, 23:23 Uhr
Es ist mal wieder wie so oft bei Premierenberichten aus dem Hause dpa: der Schreiber war offensichtlich nicht dabei. Denn: es wurde eindeutig nicht frenetisch gefeiert, es gab auch keinen stürmischen Applaus und der Abend war alles andere als ein voller Erfolg…aber egal.