Sowohl die Opposition als auch Revolutionäre, die das Assad-Regime seit vergangenem Jahr vergeblich stürzen wollen, haben im Vorfeld angekündigt, sich nicht an der Wahl zu beteiligen. Der Andrang vor den Urnen war am Montag jedoch ähnlich wie bei früheren Wahlen. Laut Verfassung hätte die Parlamentswahl bereits im vergangenen Jahr stattfinden sollen. Der Aufstand gegen Machthaber Baschar al-Assad sorgte jedoch für eine Verschiebung.
Erneut mehrere Menschen getötet
Angaben von Aktivisten zufolge töteten Regierungstruppen am Morgen erneut zehn Menschen in den Provinzen Hassaka, Deir as-Saur, Homs und Damaskus-Land. Neue Explosionen wurden aus Daraa, Hama, Latakia und Damaskus-Land gemeldet. Unverständnis für die Wahlen äußerte Regimekritiker Fais Sara: "Wie kann man nur in einer solchen Situation Wahlen abhalten?"
Bis 22:00 Uhr Ortszeit (21:00 Uhr MESZ) sollen die Wahllokale geöffnet bleiben. Offiziellen Angaben zufolge bewerben sich 7,185 Kandidaten um die 250 Abgeordnetenmandate. Als Teil des Reformpaketes wurde im vergangenen Jahr ein Parteiengesetzt beschlossen, das die Zulassung von neuen Parteien erlaubt. Zudem wurde die verfassungsrechtliche Vormachtstellung der Baarth-Partei abgeschafft.
(gth / dpa)

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