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15. März 2010, 13:40 Uhr
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Missbrauchsfälle

Papst schweigt und wird von Radio Vatikan verteidigt

Benedikt XVI. sagte nichts zu den sexuellen Übergriffen in katholischen Einrichtungen oder zu den Opfern während des Angelus-Gebets am Sonntag. Radio Vatikan verteidigt nun das Schweigen des Papstes mit dem Hinweis, dass es sich um lokale Vorfälle handele. Doch viele Katholiken wünschen sich mitfühlende Worte an die Opfer.
Papst schweigt und wird von Radio Vatikan verteidigt
Papst schweigt und wird von Radio Vatikan verteidigt
Quelle: ddp / Joe Klamar
Es gebe bereits eine "klare Stellungnahme" seitens des Vatikans, rechtfertigte der Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan, Pater Bernd Hagenkord, das Auslassen des Themas während des Angelus-Gebets des Papstes. Doch gerade bei diesem Gebet hatten viele Menschen erwartet, dass sich der Pontifex zu den Missbrauchsfällen in Deutschland und anderen Ländern äussert.

Negativ-Kampagne gegen Papst?

Vielleicht sollte das Schweigen auch eine Antwort auf die vermeintliche Negativ-Kampagne seitens der Papst-Kritiker sein, die ihnen der Vatikan unterstellt. Hagenkord sieht die neu aufgedeckten Fälle in München und Freising, zu deren Zeit Joseph Ratzinger Erzbischof war, als lokale Angelegenheit. Ein Priester wurde damals eingestellt, der bereits Kinder missbraucht hatte - und sich an der neuen Stelle an Jugendlichen verging.

Worte des Mitgefühls erwartet

Die Reformbewegung "Wir sind Kirche" kritisierte das Schweigen des Papstes und verwies darauf, dass kirchentreue Katholiken sich ein Wort zu den Taten und ein Bekenntnis des Mitgefühls gewünscht hätten. Vorstandsmitglied Christian Weisner vermutet, dass der Papst "das wahre Ausmass der Verunsicherung nicht wahrgenommen" habe. (hkn / ddp)
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Benedikt XVI. sagte nichts zu den sexuellen Übergriffen in katholischen Einrichtungen oder zu den Opfern während des Angelus-Gebets am Sonntag. Radio Vatikan verteidigt nun das Schweigen des Papstes mit dem Hinweis, dass es sich um lokale Vorfälle handele. Doch viele Katholiken wünschen sich mitfühlende Worte an die Opfer.
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