Nahost
Palästinenser: Israel sabotiert Friedensverhandlungen
Anlässlich des Beginns neuer Friedensverhandlungen unter Leitung des amerikanischen Nahostvermittlers George Mitchell hat der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat Israels Regierungschef Netanjahu vorgeworfen, die amerikanischen Bemühungen zu sabotieren.
Palästinenser: Israel sabotiert Friedensverhandlungen
Quelle: ddp / Clemens Bilan
Netanjahu habe seit seinem Amtsantritt wiederholt versucht, die Vermittlungsbemühungen der Amerikaner zu behindern. Erekat bezog sich dabei unter anderem auf die Ankündung Netanjahus, auch im Falle eines unabhängigen Palästinenserstaates nicht auf israelische Truppen an der Grenze verzichten zu wollen. Dies sei laut Netanjahu nötig, um den Waffenschmuggel aus Jordanien in den entmilitarisierten Palästinenserstaat zu unterbinden.
Nahost: Mitchell will Friedensprozess neu beleben
Der amerikanische Unterhändler George Mitchell will in den kommenden Tagen bei Gesprächen in Israel und den Palästinensergebieten die Möglichkeiten für eine Wiederaufnahme der Friedensbemühungen ausloten. Dabei wird es unter anderem um den Stopp des israelischen Siedlungsbaus in den besetzten Gebieten gehen, der von den Palästinensern zur Bedingung für Friedensgespräche gemacht wurde. Netanjahu hatte zuletzt ein zehnmonatiges Moratorium für den Ausbau israelischer Siedlungen im Westjordanland ausgerufen.
(fgr / dpa)
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