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9. Februar 2010, 10:22 Uhr
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Atom-Streit

Özdemir wirft Röttgen “Kriegserklärung” vor

Als "Kriegserklärung an die Gesellschaft" betitelte der Chef der Grünen Cem Özdemir den Vorschlag von Bundesumweltminister Röttgen (CDU), die Laufzeit der Atomkraftwerke bei 40 Jahren anzusetzen. Das sei acht Jahre länger als unter Rot-grün vereinbart und veraltete Energiepolitik.
Özdemir wirft Röttgen
Özdemir wirft Röttgen "Kriegserklärung" vor
Quelle: ddp / Lennart Preiss
Im Deutschlandradio Kultur sagte Cem Özdemir, dass der Vorschlag des Umweltministers inkonsequent sei. Die Industrie setze bereits auf Erneuerbare Energien und gehe von einer schnelleren Zunahme in dem Öko-Bereich aus als der Umweltminister selber. Deshalb hält es Özdemir für geboten, dass Röttgen für einen schnelleren Atomausstieg plädieren müsste.

Özdemir: Kritik an Förderkürzung in der Solarbranche

Allgemein wirft der Grünen-Chef der Bundesregierung vor, dass sie eine Energiepolitik der 80er Jahre betreibe. Die geplanten Förderkürzungen in der Solarbranche gefährden seiner Rechnung nach 60.000 bis 300.000 Arbeitsplätze in einem "Kernbereich der deutschen Energiewirtschaft".

Industrie widerspricht Röttgen - und Özdemie

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Werner Schnappauf, kritisierte den Bundesumweltminister im "Tagesspiegel". Er halte die Erneuerbaren Energien für zu "unzuverlässig", als dass man sie als Ersatz für Atomenergie in Betracht ziehen könnte. Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke - länger als 40 Jahre - müssen deshalb in Erwägung gezogen werden. (hkn / ddp / dpa)
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Als "Kriegserklärung an die Gesellschaft" betitelte der Chef der Grünen Cem Özdemir den Vorschlag von Bundesumweltminister Röttgen (CDU), die Laufzeit der Atomkraftwerke bei 40 Jahren anzusetzen. Das sei acht Jahre länger als unter Rot-grün vereinbart und veraltete Energiepolitik.
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