Genau wie die Eröffnungsfeier zeichnete sich die Schlusszeremonie der Olympischen Sommerspiele 2008 durch eine farbenfrohe und spektakuläre Show aus. Bevor um 21:23 Ortszeit das olympische Feuer erlosch, erklärte IOC-Präsident Jacques Rogge die Spiele offiziell für beendet und gab sein Schlussurteil bekannt: „Das waren wahrlich außergewöhnliche Spiele.“ Er lud die Jugend der Welt zu der nächsten Veranstaltung in vier Jahren in der britischen Hauptstadt London ein.
Liu Qi, Chef des Organisationskomitees BOCOG, zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Spiele auch langfristig positiv auf China auswirken werden: „Die olympische Flamme wird erlöschen, aber die Begeisterung des chinesischen Volkes, die Welt zu umarmen, wird für immer brennen. Das chinesische Volk hat erfüllt von Enthusiasmus seine feierlich gegebenen Zusagen eingehalten.“
Die Zeremonie begann mit einem großen Feuerwerk. Anschließend wurde ein vom berühmten Regisseur Zhang Yimou inszeniertes Spektakel präsentiert. Das Schauspiel zwischen Tradition und Moderne ging in eine entspannte und ausgelassene Atmosphäre über als die noch in Peking verbliebenen Athleten aller teilnehmenden Nationen jubelnd und formlos das Stadion betraten.
Als Brücke zu den nächsten Sommerspielen in London fuhr ein Doppeldeckerbus in das Stadion ein, der von britischen Prominenten wie dem Fußballer David Beckham begleitet wurde. Die Spiele in London werden vom 27. Juli bis 12. August 2012 stattfinden. Die britische Metropole ist damit die erste Stadt, die (nach 1908 und 1948) das dritte mal die Sommerspiele veranstaltet. .
Die sportliche Bilanz aus deutscher Sicht fällt gemischt aus. Zwar steht Deutschland mit 16 Goldmedaillen an fünfter Stelle im Medaillenspiegel, doch mit insgesamt 41 mal Edelmetall blieb man unter der Leistung von 2004. In Athen hatten die Deutschen insgesamt 49 Medaillen geholt. Viele Stars wie der Turner Fabian Hambüchen oder die Frauen-Fußballnationalmannschaft blieben unter ihren Erwartungen.
Die erfolgreichste Nation waren die Gastgeber mit 51 Gold-, 21 Silber- und 28 Bronzemedaillen. Damit schlugen sie die Amerikaner, die zwar insgesamt mehr Medaillen holten, aber viel weniger Gold auf ihrem Konto haben. Die USA gewannen nämlich 26 mal Gold, 28 mal Silber und 26 mal Bronze. Sie sehen sich aber dennoch als Sieger, da nach dem amerikanischen System die Gesamtanzahl der Medaillen als Ausgangsbasis für das Nationenranking genommen wird. Damit stehen sie allerdings weltweit alleine dar. (pav / dpa)

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