Der Streit um die Kosten für Übertragungsrechte großer Sportereignisse kehrt alle Jahre wieder. Ob Bundesliga, Weltmeisterschaften oder wie jetzt Olympia - die Rechteinhaber fordern immer höhere Summen für die TV-Rechte. Und sitzen dabei oft am längeren Hebel.
Sotschi und Rio zu teuer für ARD und ZDF?
Die Übertragung der Winterspiele aus Sotschi und der Sommerspiele aus Rio de Janeiro durch die öffentlich-rechtlichen Sender will das Internationale Olympische Kommitee nur gegen Zahlung von insgesamt 180 Millionen Dollar erlauben. Selbst die gebührenfinanzierten Rundfunkanstalten könnten nun an die Grenze ihrer Belastbarkeit geraten.
Gespräche könnten am Geld scheitern
"Es ist eine reine Geldfrage." sagte die ARD-Vorsitzende Monika Piel gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Zur Not müsse man auch bereits sein, auf die Übertragung der Spiele zu verzichten, weil das Geld nicht reiche. Allein für ein Jahr Bundesliga müssen die Sender bereits 100 Millionen Euro auf den Tisch legen.
Drohungen als Verhandlungstaktik?
Es bleibt abzuwarten, inwiefern Piels Äußerungen als Kalkül im Poker um die TV-Rechte gelten können. Denn auch für das IOC ist Deutschland ein wichtiger Markt und eine flächendeckende Übertragung liegt allen Sponsoren am Herzen. Denn es ist fraglich, ob deutsche Privatsender willens und in der Lage wären, die Forderungen des IOC zu erfüllen. Ohne einander kann man also nicht. Ob und wie man aber miteinander kann, werden die Verhandlungen zeigen müssen. (phs)

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