Die "Deepwater Horizon" hat etwa den Durchmesser von zwei Fussbalfeldern. Aus bislang ungeklärter Ursache ist es am Dienstag zu einer Explosion gekommen. Das entstandene Feuer konnte nicht unter Kontrolle gebracht werden. Durch den Untergang der "Deepwater Horizon" befürchtet die US-Küstenwache, dass bis zu 700 000 Gallonen Öl (rund zweieinhalb Millionen Liter) in den Golf gelangen könnten. 115 Arbeiter konnten evakuiert werden, 17 von ihnen sind verletzt worden. Elf Menschen werden noch vermisst.
Kürzlich hatte die British Patrol (BP) einen grossen Ölfund an der Stelle bekannt gegeben. Nun wolle man Schiffe und Flugzeuge an den Unglücksort schicken, um der Betreibergesellschaft der Bohrinsel, Transocean, zu unterstützen. "Wir sind entschlossen, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Ölverschmutzung in Schach zu halten und die Situation so sicher, schnell und effektiv wie möglich zu lösen", erklärte BP-Chef Tony Hayward.
Kaum noch Überlebenschancen
Ein Umwelt-Ermittlerteam aus Venice im Bundesstaat Louisiana, rund 80 Kilometer südöstlich der Unglücksstelle machte sich zur Rettung der noch vermissten auf den Weg. Doch ein Polizeisprecher äusserte sich weniger optimistisch. "Mit jeder Stunde, die verstreicht, ohne dass wir sie finden, schwindet auch die Überlebenschance", sagte Michael O'Berry dem TV-Sender CNN. Hubschrauber und Schiffe waren am Nachmittag (Ortszeit) in dem Gebiet auf der Suche nach den Opfern.
(bpc / dpa)

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