Obama ermahnte gleichzeitig die Palästinenser, mehr Sicherheit im Westjordanland einzuhalten, wie die dpa berichtet.
Der Präsident führte aus, dass die USA trotz der Forderungen, dennoch ein "unerschütterlicher Verbündeter Israels" blieben. Er forderte Israelis und Palästinenser dazu auf, sich aktiv zu bemühen, damit eine Zwei-Staaten-Lösung, wie sie besonders von den Amerikanern angestrebt wird, umsetzen zu können. Dies sei der erste Schritt zu einer friedliche Nachbarschaft.
Obama lobt Bemühungen des palästinensischen Präsidenten
Obama lobte Abbas Bestrebungen in den Verhandlungen mit der Hamas, durchzusetzen, dass die Existenz des Staates Israels und der Versuch einer friedlichen Einigung auch von der radikal-islamischen Gruppierung akzeptiert würde. Der US-Präsident betonte, dass auf Abbas "ein enormer Druck" laste. Abbas sicherte Obama im Gegenzug zu, dass die Palästinenser ihrer Pflicht nachkommen werden.
Ein Sprecher der Hamas, Fawzi Barhoum, bezeichnete das Treffen der beiden Politiker als "eine Fortsetzung der Bettelei und der verlorenen Wetten auf die USA und Zionisten", wie die dpa berichtet.
USA will Beziehungen zur islamischen Welt verbessern
Das Treffen mit Mahmud Abbas ist Teil einer intensiveren Nahost-Politik der USA. Präsident Obama traf sich bereits mit König Abdullah II. von Jordanien, im April und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Ein weiteres Treffen mit König Abdullah II. ist für den 03. Juni in Riad angesetzt, danach Gespräche mit Husni Mubarak, dem ägyptischen Staatsoberhaupt.
Bei Obamas besuch in Ägypten, am 04. Juni wird er eine Rede halten, bei der besonders der Nahostkonflikt und eine angestrebte Einigung im Vordergrund stehen werden. Ausserdem sollen die Beziehungen zwischen den USA und der islamischen Welt gestärkt werden. Wie die dpa berichtet, erwarteten experten, dass Zugeständnisse von Israel bei dieser Rede eingefordert werden.
USA wird Ausbau der Siedlungen nicht akzeptieren
Am Mittwoch hatte US-Aussenministerin Hilary Clinton, wie berichtet, bereits angekündigt, dass ein weiterer Ausbau israelischer Siedlungen von der US-Regierung abgelehnt werde. Auch das sogenannte "natürliche Wachstum" der Siedlungen im Westjordanland, sei keine Option.
(anf / dpa)

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