
Barck Obama hat sich mit einem 30-minütigen Werbespot an die US-Wähler gewandt und lieferte dabei eine perfekte Show.
Quelle: ddp / Michael Urban
Der Werbespot über den Präsidentschaftskandidaten, der zwischen 3,5 und fünf Millionen Dollar gekostet haben soll, lief am Mittwochabend zur besten Sendezeit auf vier Kanälen im US-Fernsehen. Kurze Zeit danach ist Obama gemeinsam mit dem Ex-Präsidenten Bill Clinton gemeinsam aufgetreten, der den Parteifreund als "Zukunft Amerikas" bei einer Wahlkampfveranstaltung in Florida bezeichnet hatte.
Der emotionale Werbespot des Senators aus Illinois hat unter anderem die Sorgen der Durchschnittsamerikaner in seinem Programm angesprochen. Der Spot zeigte zudem Bilder aus der Jugend von Obama sowie aus seinem Familienleben und war gepaart mit Ausschnitten aus einzelnen Reden und Ansprachen politischer Freunde über ihn.
Für die TV-Zuschauer wurde der Werbespot mit leiser Musik unterlegt und bildete dabei eine Kombination aus einer Werbung und einer Informationssendung. Der Beitrag endete mit einer Live-Schaltung von Obama, der gerade im Bundesstaat Florida auftrat. Einer der Kommentatoren von MSNBC hatte die Ausstrahlung der Sendung als "perfekt" und sagte zudem "man muss schon ein harter Knochen sein, wenn man davon nicht gerührt war." In einer Szene war Obama in einem Büro zu sehen, das offensichtlich stark dem berühmten Oval Office ähnelte, was mit Sicherheit kein Zufall war.
Gleich im Anschluss an Obamas Werbespot wurde auch ein Spot des Herausforderers John McCain ausgestrahlt. Der Republikaner hatte darin erneut seine Zweifel bezüglich des Demokraten als geeigneten US-Präsidenten bekundet. Wie es auch US-Medienberichten hervorgeht, gab es zuletzt vor 16 Jahren eine längere TV-Botschaft eines Präsidentschaftskandidaten, der sich an die wählende Bevölkerung gewandt hat.
Bill Clinton hatte in Florida bei dem gemeinsamen Wahlkampfauftritt mit Obama dann an die bislang noch unentschlossenen Wähler appelliert, dass sie für den Demokraten ihre Stimme abgeben sollen. Seiner Ansicht nach hat der Senator aus Illinois die bessere Philosophie, Politik und auch bessere Möglichkeiten wichtige Entscheidungen zu treffen und diese auch in die Realität umzusetzen. Für Clinton ist er der geeignetere Kandidat als US-Präsident.
Barack Obama liegt in den Umfragen weiterhin vor seinem Rivalen McCain und konnte seinen Vorsprung während des gesamten Wahlkampfs behaupten. Im schnitt hat der Demokrat 51 Prozent der Stimmen laut Umfragen bekommen und den Republikaner würden etwa 43 Prozent der Amerikaner wählen. Am 4. November wird sich dann endgültig entscheiden, wer das Rennen gewonnen hat und das Amt als 44. US-Präsident antreten wird.
(slm / dpa)

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