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8. Januar 2010, 09:04 Uhr
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Verantwortung

Obama: Geheimdienste zu Anschlagsversuch entlastet

US-Präsident Barack Obama hat jetzt in einer Erklärung im Weissen Haus die amerikanischen Geheimdienste entlastet und die Verantwortung für den Anschlagsversuch des Nigerianers Umar Faruk Abdulmutallab auf ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Detroit auf sich genommen.
Wie die "Sueddeutsche Zeitung" in ihrer Online-Ausgabe berichtet, erklärte Obama nach einer ersten Prüfung des Vorfalls, dass vor dem verhinderten Anschlag genügend Hinweise vorgelegen hätten, diese aber nicht angemessen beachtet worden seien. "Wenn das System versagt, bin ich verantwortlich," wird der US-Präsident in der Zeitung weiter zitiert. In seiner Funktion als Regierungschef habe er "die heilige Pflicht", sein Land und Volk zu schützen.

Obama sieht zur Erhöhung der Flugsicherheit Ganzkörperscanner vor

Obama stellte daraufhin eine verbesserte Koordination zwischen der Arbeit der Geheimdienste und der Auswertung der Hinweise in Aussicht. Zudem solle die Flugsicherheit auf den Flughäfen weltweit sowie in den USA durch die Einführung von Ganzkörperscannern und anderer neuer Technologien erhöht werden. Allerdings mahnte der US-Präsident die Bevölkerung zur Einsicht, dass es keine "narrensichere Lösungen" gebe.

Unterdessen gab die US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano Medienberichten Recht, wonach die amerikanischen Geheimdienste ihren Verdacht gegen den mutmasslichen Attentäter Abdulmutallab erst äusserten, als dieser bereits im Flugzeug auf dem Weg von Amsterdam in die USA sass. Laut dem Untersuchungsbericht zum vereitelten Anschlag hätte der Nigerianer nach seiner Landung verhört werden sollen.

Der mutmassliche Attentäter wurde inzwischen vor Gericht gestellt

Daher ist insbesondere das 2004 gegründete National Counterterrorism Center NCTC ins Visier der Kritiker geraten. Trotz der Hinweise des Vaters des mutmasslichen Attentäters hatte es das NCTC versäumt, Warnungen für die von Abdulmutallab ausgehende Gefahr auszusprechen. Der Nigerianer muss sich seit Mittwoch vor einem amerikanischen Gericht wegen versuchten Mordes in 289 Fällen verantworten. (sch)
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