"Drei Tage vor der Wahl gilt Röttgen als großer Hoffnungsträger, der gemeinsam mit der Bundeskanzlerin gefeiert wird. Und drei Tage nach der Wahl wird er in die Wüste geschickt. Das ist nicht gut für eine christlich-demokratische Partei."
"Uraufführung in der deutschen Nachkriegsgeschichte"
Am Mittwoch hatte Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel Konsequenzen aus der schweren Wahlniederlage Nordbert Röttgens als CDU-Spitzenkandidat in Nordrein-Westfalen gezogen und den Politiker als Bundesumweltminister entlassen.
In der Vergangenheit habe es viele Beispiele für Politiker gegeben, die nach einer Wahlniederlage weiter in ihren vorherigen Ämtern geblieben seien, erklärte Blüm. Er selbst habe 1990 als CDU-Spitzenkandidat in Nordrhein-Westfalen eine Niederlage hinnehmen müssen, sein Amt als Bundesarbeitsminister anschließend jedoch fortgeführt. Eine Entlassung als Folge einer Wahlniederlage sei eine "Uraufführung in der deutschen Nachkriegsgeschichte". "Ich würde mir wünschen, dass Norbert Röttgen der Politik erhalten bleibt", betonte Blüm.
(gth / dpa)

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