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Noch bis zum 7. Februar in Hamburg: Die Fotoausstellung „Franz Hubmann – das photografische Werk“

11. Januar 2015 • Kultur

Wer sich für die Fotografie des 20. Jahrhunderts interessiert, sollte derzeit eine Ausstellung nicht verpassen, die derzeit im Schatten der großen Ausstellung „Augen auf – 100 Jahre Leica“ in der Flo Peters Gallery in Hamburg läuft und diese komplimentiert: Franz Hubmann – das photografische Werk“. Sie ehrt einen Fotografen, der zu den Großen des letzten Jahrhunderts gehört, im Gegensatz zu ihnen aber nur einem kleineren Kreis von Fotoenthusiasten bekannt ist.

Foto-Ikone aus Österreich

Hubmann, der vor hundert Jahren in Niederösterreich geboren wurde, war zunächst in der Textilindustrie tätig und fand erst nach dem Zweiten Weltkrieg zur Fotografie. Nach dem Besuch der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt arbeitete Hubmann zunächst für die Österreichische Fremdenverkehrswerbung, bevor er 1954 erster Fotograf und Mitbegründer der Zeitschrift magnum wurde, eine der richtungsweisendsten Kulturzeitschriften im deutschsprachigen Raum der Fünfziger- und Sechzigerjahre. Hier schuf er seine erzählerische, humanistisch geprägte Bildsprache, die nun in der Flo Peters Gallery wieder zu sehen ist.

50 Jahre fotografisches Schaffen

Die Gallery zeigt 80 Aufnahmen aus der fünf Jahrzehnte umspannenden Schaffenszeit Franz Hubmanns. Mit dabei sind Alltagsszenen aus Metropolen wie Rom oder Paris, aber auch Porträts von Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Zeitgeschichte. Schwerpunkt der Ausstellung ist allerdings eine Fotoserie, die Hubmann in den Jahren 1956 und 1957 im Auftrag des Hamburger Senats schoss, der durch seine Arbeiten in der Zeitschrift magnum auf ihn aufmerksam wurde:
Unter dem Titel „Hamburg – Tor zur Welt“ entstanden in dieser Zeit Aufnahmen, die die aufstrebenden Wirtschaftsstandort Hamburg porträtieren sollten: Dazu gehörten Bilder aus dem Hafen ebenso wie aus der Geschäftswelt und der schon damals berühmt-berüchtigten Hamburger Reeperbahn. Die Abzüge zeigen Menschen, die der Fotograf realitätsnah und ungeschönt in dem Umfeld zeigt, in dem sie agieren: Losten und Hafenarbeiter ebenso wie Marktverkäuferinnen und Börsianer. Die Aufnahmen tragen die individuelle Handschrift des Lichtbildners und sind gleichzeitig ein faszinierendes Zeitdokument aus dem Hamburg der Fünfziger Jahre.


Franz Hubmann:
„Das photographische Werk“
19. November 2014 bis 7. Februar 2015
Flo Peters Gallery
Chilehaus C/Pumpen 8
20095 Hamburg


Dienstag – Freitag 12 – 18 Uhr
Samstag 11 – 15 Uhr

Bild: Dmytro Tolokonov – Fotolia

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