Der Traum von der Teilnahme am WM-Endspiel und vom möglichen Weltmeistertitel für Deutschland ist ausgeträumt. Gegen Spanien verlor das Team um Kapitän Philipp Lahm am Abend in Durban mit 0:1 und muss sich nun mit dem kleinen Finale gegen Uruguay begnügen.
Deutschland ängstlich und ohne Aggressivität
Das deutsche Team hat von Beginn an viel zu mutlos agiert. Ohne Agressivität und den sonst so unbändigen Siegeswillen, kamen sie nie ins Spiel und hatten bis auf eine Grosschance von Toni Kroos, der den gelbgesperrten Thomas Müller ersetzte, keine nennenswerten Torchancen. Das Tor für Spanien erzielte Verteidiger Puyol in der 72. Minute nach einer Ecke. Spanien hätte den Sieg noch höher gestalten können, liess beste Chancen jedoch liegen.
Spanien war die bessere Mannschaft
Ausgerechnet gegen Deutschland fanden die Spanier zu ihrem gefürchteten Offensiv-Spiel zurück und spielten die deutsche Abwehr das ein oder andere Mal schwindelig. Deutschland blieb im WM-Halbfinale ohne Gelbe Karte was Ausdruck genug ist, wie harmlos die Mannschaft spielte und die Spanier immer wieder kommen liess.
Michael Ballack doch unersetzlich?
Nach solch einem Spiel wird die Diskussion um einen Michael Ballack wieder aufkommen, der eine junge Mannschaft führen und Zeichen setzen könnte. Aber nach all dem Frust wird das Team erkennen, was sie während des Turniers geleistet hat, England geschlagen, Argentinien besiegt und tollen Fussball gezeigt.
Samstag Spiel um Platz drei gegen Uruguay
Am Samstag haben sie die Chance das Turnier im Spiel um Platz drei gegen Uruguay positiv zu beenden und noch einmal zu zeigen, dass die Siege gegen die grossen Teams keine Eintagsfliege waren. Die Zukunft gehört dieser jungen deutschen Mannschaft und in den kommenden Jahren wird die Zeit reif sein für einen Titel für Deutschland. Ob mit oder ohne den Bundestrainer Joachim Löw wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
(NCA)


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