Der synthetische Wirkstoff ließ in Versuchen mit Mäusen Tumore um mehr als 80 Prozent zurückgehen.
Durch das Mittel wird eine Immunreaktion des Körpers gegen ein Zuckermolekül hervorgerufen, das man nur auf der Oberfläche der Tumore findet. Dadurch wirke es auch bei den Brustkrebsarten, die nicht auf Standardtherapien mit Hormonen oder den Wirkstoff Trastuzumab anspringen. "Dadurch könnten wir eine Therapiechance für die große Gruppe von Patienten eröffnen, für die es zurzeit nur die normale, nicht immer wirksame Chemotherapie gibt", haben die Wissenschaftler im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" geschrieben.
Der neue Impfstoff erkennt und tötet Krebszellen aufgrund ihrer Zuckermoleküle ab
"Dies ist das erste Mal, dass ein Impfstoff entwickelt wurde, der das Immunsystem darauf trainiert, Krebszellen aufgrund ihrer spezifischen Zuckermoleküle zu erkennen und abzutöten", macht Studienleiterin Sandra Gendler vom Mayo Clinic College of Medicine in Scottsdale im US-Staat Arizona klar. Die Zuckerstruktur MUC1 findet man laut ihrer Aussage auf 70 Prozent aller tödlichen Krebsarten, so beispielsweise bei Brustkrebs, Eierstockkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und einigen Formen der Leukämie.
(NCA)

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