Laut der jüngst veröffentlichten Bertelsmann-Studie schicken Eltern ihre Kinder meist dann zum Nachhilfeunterricht, wenn die Empfehlung für die weiterführende Schule ansteht. Die Nachfrage nach Nachhilfe sei aber auch davon abhängig, wie die Einkommensverhältnisse in der Familie des Kindes seien. Dadurch verschärfen sich die ungleichen Bildungschancen im Verhältnis zum Einkommen, die nach PISA national und international schon häufig kritisiert wurden.
Nachhilfe als Ausdruck eines mangelhaften Bildungssystems
Der privat bezahlte Unterricht hat sich als feste "Säule" neben dem öffentlichen Bildungsbetrieb etabliert. Der Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger, sieht diese Entwicklung als "ernstzunehmendes Signal". Die hohe Nachfrage spreche dafür, dass Eltern mit dem öffentlichen Bildungsangebot nicht zufrieden seien.
(hkn / ddp)

Keine Kommentare
Drucken
Versenden

zum Bildarchiv


mehr Schlagzeilen
Kommentar schreiben