Ausgerechnet München wählt die SPD. Seit 1993 ist Christian Ude Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt. Er hält die Farben der Sozial-Demokraten im CSU-Bundesland Bayern hoch. Mit seiner Ankündigung, er stehe 2013 als SPD-Spitzenkandidat gegen den CSU-Regenten Horst Seehofer bereit, hat Ude über Nacht die politischen Karten in Bayern neu gemischt. Schickt sich die SPD nun an mit dem beliebten Politiker Bayern zu erobern?
Ude darf aus Altersgründen nicht erneut zur Bürgermeister-Wahl antreten
Nun bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Christian Ude ist aber ohne Frage beliebt. In München steigerte er von Wahl zu Wahl seine Wählerstimmen. Bei der letzten Wahl des Oberbürgermeisters 2008 erzielte er 66,8 Prozent der Stimmen. Doch mit seiner der Herrschaft in München ist es vorbei. Ude darf aus Altersgründen nicht mehr antreten. Er hat das vorgeschriebene Alter der Kandidaten mit 65 Jahren zur nächsten Wahl erreicht. Soll seine politische Karriere also weitergehen, muss Ude nun von der Kommunalpolitik in die Landespolitik wechseln.
SPD hofft 2013 insgeheim auf einen Erfolg wie in Baden-Württemberg
Bei der SPD hofft man mit Ude auf einen Regierungswechsel in Bayern und blickt heimlich nach Baden-Württemberg. Das Model Winfried Kretschmann möchte man am liebsten nach Bayern übertragen. Doch die bayerische SPD ist seit Jahren notorisch erfolglos, 2008 kam sie auf klägliche 18,6 Prozent. Nun soll Ude der Partei ein Gesicht geben und den Abwärtstrend stoppen. Mit Hilfe der Grünen und der Freien Wähler hofft man so bei der SPD erstmals das bayerische Bundesland zu regieren. Bis zur Wahl 2013 fließt aber noch viel Wasser die Isar hinunter. (jak)

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