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5. April 2012, 09:49 Uhr
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Mordfall Lena: Psychiatrie sieht keine Mitschuld

Das Bekanntwerden der Polizei-Panne im Mordfall Lena zieht weite Kreise. Auch der Psychiatrie, in deren Behandlung sich der mutmaßliche Täter befand, solle Mitverantwortlich sein. Der Chefarzt weist diese Anschuldigungen jedoch zurück.

"Es war kein Gewaltpotenzial zu erkennen. Sonst hätten wir ihn nicht entlassen", sagte der Chefarzt der Aschendorfer Kinder- und Jugendpsychiatrie, Filip Caby.

Psychiatrie habe ihre Aufgabe erfüllt

Die Therapie des jungen Mannes sei ursprünglich aufgrund anderer Verhaltensauffälligkeiten begonnen worden. Seine sexuelle Störung war nicht die Ursache für seine Einweisung. "Diese wurde erst im Laufe der therapeutischen Behandlung bekannt.", so Caby. Die Therapie sei vorschriftgemäß beendet worden. "Das Ziel war unter anderem, dass eine Selbstanzeige erfolgt. Zu der ist es gekommen. Ferner haben wir dringend eine weitere Therapie empfohlen." Da der junge Mann inzwischen volljährig geworden sei, war seine Einrichtung dafür aber nicht mehr zuständig.

Polizei-Pannen mit personellen Konsequenzen

Im Zuge der Pannenserie der Polizei im Mordfall Lena ermittelt die Staatsanwaltschaft Aurich gegen zwei Beamte. Ihnen wird der Anfangsverdacht der Strafvereitelung im Amt zulasten gelegt, teilte die Justizbehörde mit. Zudem laufe ein Disziplinarverfahren gegen diese und weitere Beamte. (gth / dpa)
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