"Es war kein Gewaltpotenzial zu erkennen. Sonst hätten wir ihn nicht entlassen", sagte der Chefarzt der Aschendorfer Kinder- und Jugendpsychiatrie, Filip Caby.
Psychiatrie habe ihre Aufgabe erfüllt
Die Therapie des jungen Mannes sei ursprünglich aufgrund anderer Verhaltensauffälligkeiten begonnen worden. Seine sexuelle Störung war nicht die Ursache für seine Einweisung. "Diese wurde erst im Laufe der therapeutischen Behandlung bekannt.", so Caby. Die Therapie sei vorschriftgemäß beendet worden. "Das Ziel war unter anderem, dass eine Selbstanzeige erfolgt. Zu der ist es gekommen. Ferner haben wir dringend eine weitere Therapie empfohlen." Da der junge Mann inzwischen volljährig geworden sei, war seine Einrichtung dafür aber nicht mehr zuständig.
Polizei-Pannen mit personellen Konsequenzen
Im Zuge der Pannenserie der Polizei im Mordfall Lena ermittelt die Staatsanwaltschaft Aurich gegen zwei Beamte. Ihnen wird der Anfangsverdacht der Strafvereitelung im Amt zulasten gelegt, teilte die Justizbehörde mit. Zudem laufe ein Disziplinarverfahren gegen diese und weitere Beamte.
(gth / dpa)

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